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Schweinegrippe in Deutschland

Übertragung von Mensch zu Mensch alarmiert Experten

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Donnerstag den vierten und am 1. Mai den fünften Fall der neuen Schweine-Influenza in Deutschland bestätigt. Der vierte Fall ist eine Krankenschwester, die einen infizierten und zuvor aus Mexiko zurückgekehrten Patienten gepflegt hatte. Der fünfte Fall ist ein junger Mann aus Bayern, der zuvor in Mexiko war. Einige weitere Verdachtsfälle werden nach RKI-Angaben derzeit noch untersucht. Die Weltgesundheitsorganisation erhöhte zwischenzeitlich ihre Warnstufe auf Stufe 5 von 6.

Auf Einladung des bayerischen Gesundheitsministeriums sind am Freitag zwei Infektionsepidemiologen des RKI in dem Ort eingetroffen, wo sich die betroffene Krankenschwester infiziert hatte und damit die deutschlandweit erste Übertragung des neuen Virus von Mensch zu Mensch beobachtet wurde. Insbesondere sollen die genauen Umstände der Übertragung geklärt werden, damit weitere Folgeübertragungen vermieden werden können. Nach Angaben des RKI sind alle bekannt gewordenen Fälle bislang milde verlaufen.

Pandemie: WHO ruft Warnstufe 5 von 6 aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zwischenzeitlich die Warnphase 5 ausgerufen. Phase 5 wird laut RKi charakterisiert durch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des Virus in mindestens zwei Staaten einer WHO-Region. Die WHO betont, dass die meisten Staaten weltweit noch nicht von der neuen Grippe betroffen sind. Derweil erklärte heute Nachmittag Dr. Heinzpeter Moecke, Leiter des Instuts für Notfallmedizin an den Hamburger Asklepios Kliniken, dass die WHO noch in den kommenden 24 Stunden die Stufe 6 ausrufen wird. Die WHO kennt sechs Pandemiephasen. "Damit würde die Weltgesundheitsorganisation offiziell eine weltweite Pandemie feststellen", so Moecke weiter.

RKI: weltweit ansteigende Zahl von Patienten erhöht Risiko von Infektionen

Nach RKI-Einschätzung ändert sich die Risikoeinschätzung für Deutschland durch die Ausrufung der Phase 5 und den nun aufgetretenen neuen Fall nicht. Allerdings erhöhe sich durch die weltweit steigende Zahl von Patienten und betroffenen Staaten das Risiko für weitere eingeschleppte Erkrankungen nach Europa und Deutschland. Damit könnte auch die Zahl der Menschen steigen, die mit dem Erreger in Kontakt kommen könnten. Weitere Infektionen in Deutschland lassen sich daher laut RKI nicht ausschließen.

Experten prüfen Wirksamkeit von Impfstoffen

Die bisher zur Behandlung eingesetzten Neuraminidasehemmer (antivirale Medikamente gegen Influenzaviren) scheinen bei dem neuen aktuellen Virus wirksam zu sei, so das RKI. Es sei jedoch bislang nicht bekannt, ob der saisonale H1N1-Impfstoff gegen dieses Virus schütze. Dies werde zur Zeit von Experten geprüft.

(Redaktion)


 


 

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