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Linde macht mehr Umsatz und Gewinn

Reitzle erwartet auch 2012 weiteres Wachstum - Asien bleibt Treiber im Gase

Der Gasehersteller Linde sieht sich auch bei einer Konjunkturabschwächung 2012 auf stabilem Wachstumskurs. Die weiter steigende Nachfrage vor allem in Asien und Südamerika werde dieses Jahr und wahrscheinlich auch nächstes Jahr für mehr Umsatz und Gewinn sorgen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle am Freitag in München.

Von Roland Losch

In den ersten neun Monaten 2011 wuchs der Umsatz um 8,5 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro, das Betriebsergebnis stieg um 10 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro und der Gewinn nach Steuern sogar um 21 Prozent auf 903 Millionen Euro. "Wir sind weiterhin gut unterwegs und können deshalb unseren Ausblick bestätigen", sagte Reitzle.

Die Nachfrage nach Industriegasen und neuen Anlagen dürfte in nächster Zeit nicht mehr so rasant wachsen, sondern in Wellen auf einen normaleren Wachstumspfad einschwenken. Die langfristigen Trends seien intakt, der Bedarf an Energie und umweltfreundlicher Technik steige weltweit, und die Auftragsbücher seien voll. "Es gibt kein Anzeichen, dass wir in eine Rezession laufen", sagte Reitzle und kritisierte das "mediale Krisengerede".

Rekordziel 2014 bekräftigt

Linde sei auf gutem Weg, von 2009 bis 2012 bis zu 800 Millionen Euro Kosten einzusparen. Das sei ein wesentlicher Grund für das bessere Ergebnis. Als weltweit produzierender Hersteller von Gasen für die Lebensmittel-, Chemie-, Erdöl-, Stahl-, Elektronik- und Solarindustrie sowie für die Medizin sei Linde zudem sehr stabil gegenüber Konjunkturschwankungen auf einzelnen Märkten. Dank des Wachstums in den Schwellenländern und im Energie- und Umweltgeschäft strebe Linde für das Jahr 2014 weiterhin "ein operatives Konzernergebnis von mindestens vier Milliarden Euro an", sagte Reitzle.

Im Geschäftsbereich Gase stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten um neun Prozent und das Ergebnis um zehn Prozent. Treiber waren China, Indien und Südamerika, aber auch Europa und die USA legten deutlich zu. Auch im nächsten Jahr erwartet Reitzle starkes Wachstum in China und Brasilien und noch moderates Wachstum in Europa.

Im Anlagenbau stieg der Umsatz um sechs Prozent und der Auftragseingang um neun Prozent. Die Hälfte der Bestellungen kam aus Asien. Das Ergebnis von Januar bis September stieg um 16 Prozent. Die intakten Trends und das dicke Auftragspolster seien "eine gute Grundlage für eine solide Geschäftsentwicklung in den kommenden zwei Jahren", sagte Reitzle.

Die Börse reagierte positiv. Der Aktienkurs legte bis zum Mittag gut zwei Prozent zu.

(dapd )


 


 

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