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Biologische Vielfalt

Umweltminister will Artenvielfalt erhalten

"Es wird weiterhin eine Kernaussage der Landesregierung sein, den Reichtum an Arten, Lebensräumen und genetischen Ressourcen nachhaltig zu sichern und zu verbessern", sagte der Niedersächsische Minister für Umwelt und Klimaschutz, Hans-Heinrich Sander (FDP), anlässlich des Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt am 22. Mai. Die Erhaltung der Biologischen Vielfalt sei eine der großen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

Um Bestandsrückgängen gefährdeter Arten entgegen zu wirken, seien insbesondere ehrenamtliches Engagement und ein gesamtgesellschaftliches Verständnis unverzichtbar, so Minister Sander. Man müsse Lebensräume und -bedingungen der in Niedersachsen heimischen Tierarten durch effektive Maßnahmen gezielt verbessern, so Sander weiter. In Zusammenarbeit mit Landwirten, Jägern und Umweltverbänden habe man bereits viel erreicht, bei den Schwarzstörchen etwa wurde im Jahr 2008 mit 110 Jungtieren ein neuer Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1971 gezählt. Im Zuge der Europäischen Vorgaben über die Natura 2000-Gebiete will das Land Niedersachsen auch in diesem Jahr etwa 25 Millionen Euro für die Erhaltung der Biologischen Vielfalt bereitstellen.

Kooperationsprogramm Naturschutz

"Ein zentrales Instrument zur Realisierung der naturschutzfachlichen Ziele wird auch in Zukunft das Kooperationsprogramm Naturschutz sein", sagte Sander. Die vielfältigen und von der EU mitfinanzierten Angebote (Acker, Dauergrünland, besondere Biotoptypen und nordische Gastvögel) erfreuten sich einer großen Nachfrage. Bestanden im Jahr 2001 Verträge für insgesamt knapp 15.000 Hektar, sind es im Jahr 2009 voraussichtlich rund 37.500 Hektar. Das ist eine finanzielle Steigerung von rund 3,2 Millionen Euro in 2001 auf rund sechs Millionen Euro in 2008. Im Jahr 2009 werden durch die Prämienanpassung voraussichtlich rund 8,7 Millionen Euro an die teilnehmenden Landwirte ausgezahlt. Der Vertragsnaturschutz im Wald soll künftig vorwiegend im Rahmen der Waldumweltmaßnahmen erfolgen. Vorgesehen ist der Abschluss von 200 Verträgen auf rund 2.000 Hektar. Dafür stehen pro Jahr rund 365.000 Euro zur Verfügung, so Sander.

Erfolge beim Planzenschutz

Insgesamt gibt es in Niedersachsen heute knapp 251.000 Hektar Naturschutzgebiet, die Fläche war im letzten Jahr durch eine Neuausweisung von elf Gebieten zu Naturschutzgebieten nochmals gesteigert werden. Auch im Pflanzenschutz konnten Erfolge vermeldet werden, so konnte der Bestand der gefährdeten Küchenschelle in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Uelzen um über zehn Prozent gesteigert werden. "Ein wirksamer Naturschutz ist auf das Mitwirken aller Akteure angewiesen und bedarf einer partnerschaftlichen und kontinuierlichen Zusammenarbeit des ehrenamtlichen und staatlichen Naturschutzes", betonte Umweltminister Sander. Daher verhandle man mit dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesjägerschaft über die Ausgestaltung weiterer Vereinbarungen. Die bestehenden Vereinbarungen mit Verbänden haben zurzeit ein finanzielles Gesamtvolumen von rund einer Million Euro.

(Redaktion)


 


 

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