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Unternehmer-Umweltpreis

Rotek gewinnt den ’Preis Umwelt Unternehmen Nordwest’

Am vergangenen Rosenmontag ist im Bremer Schauspielhaus in mehreren Kategorien der Unternehmer-Umweltpreis "’Preis Umwelt Unternehmen Nordwest’ verliehen worden. Trotz des klobigen Namens konnten sich die Ausrichter der Preises vom Verein RKW Nord e.V. aus Bremerhaven über interessante Preisträger aus dem Nordwesten freuen.

Bei der abendlichen Preisverleihung würdigten sowohl Reinhard Loske (Grüne), Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, als auch Oliver Liersch (FDP), Staatssekretär im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, den Stellenwert der Umweltleistungen für die Metropolregion Bremen-Oldenburg. Sabine Johannsen, Geschäftsführerin der NBank – Investitions- und Förderbank Niedersachsen, sowie Holger Neumann, Geschäftsführer der Bremer Aufbau-Bank GmbH beglückwünschten als Laudatoren die Geschäftsführer der Rotek GmbH & Co. KG Wilfried, Klaus und Rolf Treusch zum Gewinn des ’Preis Umwelt Unternehmen: Nordwest’ .

Hauptpreis – 35.000 Euro und Kategorie Energie – 10.000 Euro
Rotek GmbH & Co. KG, Bremerhaven: GreenDrive Technology

Einen hocheffizienten Kleinmotor brachte die Rotek GmbH & Co. KG in 2008 auf den Markt. Diese mit der GreenDrive Technology gebauten Motoren erreichen Wirkungsgrade bis zu über 90 Prozent. Marktübliche Antriebe haben Wirkungsgrade von 20 bis 60 Prozent. Die Motoren kommen derzeit in Pelletheizungen, Filteranlagen und Förderbändern zum Einsatz. Ein einziger Motor vermeidet in einem Jahr bis zu 150 kg CO2. Dies ist das 200-fache seines Eigengewichts.
Die Jury sieht hierin eine innovative Neuentwicklung, die aufgrund des breiten Anwendungsfeldes erheblich Energie einsparen kann.

Zusätzlich ist die Baugröße des hier ausgezeichneten Motors geringer, wodurch Material in der Produktion minimiert wird. Aufgrund des enormen Einsparungspotenzials und der großen Anzahl der Motoren, die weltweit eingesetzt werden können, zeichnete die Jury dieses Projekt ebenfalls in der Kategorie Energie aus.

Dr. Cornelis Rasmussen, Geschäftsführer der Bremer Energie-Konsens GmbH und Stifter in der Kategorie Energie, gratulierte dem doppelten Gewinner: „Drastische Wirkungsgradsteigerung bei gleichen Kosten: So wird nicht nur die Umwelt geschont und klimaschädliche CO2–Emissionen vermieden sondern eine Marktnische innovativ besetzt. Das von uns ausgezeichnete Projekt zeigt vorbildlich und nachahmenswert, wie viel Energie bei konsequentem Produktdesign eingespart werden kann.“

Kategorie Logistik – 10.000 Euro
Paneuropa-Rösch GmbH, Kreisstadt Vechta: Intermodale Kühlverkehre als ökonomisch-ökologische Transportlösung

Durch die intelligente Vernetzung von Informationen, Warenströmen, Transportmitteln und Menschen sowie einem umweltorientierten Arbeitsprozess bietet die Paneuropa-Rösch GmbH ihren Kunden den Transport von temperaturgeführten Gütern im kombinierten Verkehr Schiene/Straße. Voraussetzung für die Verlagerung von Kühltransporten auf die Schiene waren u.a. eine neu entwickelte Dialogtelematik zur lückenlosen Rückverfolgbarkeit sowie für das aktive Temperatur- und Gerätemanagement durch den Disponenten einige Modifikationen an den Kühltrailern und die Implementierung der Daten in das Paneuropa Transportmanagement System.

Laut Jury ist die Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene künftig umwelt- und verkehrspolitisch notwendig. Das prämierte Projekt bietet für Tiefkühltransporte im intermodularen Verkehr eine auf hohem technischen Niveau stehende, wirtschaftlich vertretbare und innovative Lösung. Svenja Miller, Geschäftsführerin Business Development & Marketing der Kieserling Holding GmbH, freute sich mit dem Gewinner in der Kategorie Logistik: „Hier wurde eine kreative Idee erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Das Projekt halten wir für absolut preiswürdig und es steht für das innovative Potenzial, das in der Logistikbranche steckt.“

Kategorie Partnerschaft – 7.500 Euro
Kutec GmbH & Co. KG, Saterland-Ramsloh (Landkreis Cloppenburg): Kurre-Filter für Nutzfahrzeuge

Die Kutec GmbH & Co. KG entwickelte ein Dieselpartikelfiltersystem speziell für den Einbau in 95 Prozent aller gängigen schweren Nutzfahrzeuge der Emissionsklassen "Euro 2" und 3. Mit diesem einfach nachzurüstenden System, das bereits heute durch die BASF Beschichtungstechnologie die strengen "Euro 6" Partikelgrenzwerte einhält, erhalten die Fahrzeuge die grüne Umweltplakette und eine signifikante Kostenersparnis bei den Mautgebühren.

Die Jury befand, dass durch den entwickelten Katalysator hohe Emissionsreduktionen erreicht werden, deren Mehrwert greifbar ist. Es bestehe eine sehr realistische Marktchance für das Produkt, da noch viele Euro 2 und Euro 3 Fahrzeuge im Einsatz sind. Mit dem Filter könnten die Lkws weiterhin genutzt und eine Neuanschaffung vermieden werden.

Klaus Wegling, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Oldenburg, übereichte den Preis in der Kategorie Partnerschaft: „Wenn gemeinsame Ideen so vielversprechend in die Praxis umgesetzt werden, wie bei unserem Preisträger geschehen, dann ist das ein nachahmenswertes Beispiel für eine gelungene und zukunftsfähige Kooperation mit vielen Synergieeffekten,“ so Wegling.

(Redaktion)


 


 

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