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Bundeskartellamt

Weg für Fusion von Homann Feinkost mit Rügen Feinkost frei

Bereits am vergangenen Freitag hat das Bundeskartellamt in Bonn den Erwerb der Rügen Feinkost aus dem mecklenburgischen Garz durch die Homann-Gruppe aus Dissen (Landkreis Osnabrück) freigegeben.

Die Homann-Gruppe, zu der u.a. die Marken Nadler, Pfennigs, Lisner, Hopf und Hamker gehören, hatte laut Kartellamt bereits vor dem Zusammenschluss mit Rügen Feinkost eine starke Stellung auf dem deutschen Markt. Durch den Zusammenschluss mit Rügen Feinkost konnten nun weitere Produktionskapazitäten erschlossen und die Stellung auf dem Markt für Fischfeinkost ausgebaut werden.

Beim Unternehmen Rügen Feinkost handelt es sich um einen regionalen Spezialisten im Bereich der Herstellung von Herings- und Matjesfeinkost. Das Bundeskartellamtes rechnet durch den Zusammenschluss allerdings nicht mit einer Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Homann-Gruppe. 

Umfangreiche Marktuntersuchung

Vor seiner Entscheidung hatte das Bundeskartellamt umfangreiche Ermittlungen durchgeführt. In die Marktntersuchung hat die Behörde alle Handelsunternehmen mit nennenswerter Marktbedeutung sowie mehrere hundert Hersteller von Feinkostsalaten, Fischfeinkost und Fischspezialitäten einbezogen.

Nach Angaben von Andreas Mund, dem Präsidenten des Bonner Bundeskartellamtes, verfügt der Lebensmitteleinzelhandel nach Auswertung der Marktuntersuchungen weiter über ausreichende Beschaffungsalternativen bei Unternehmen, die mit der Homann-Gruppe im wirksamen Wettbewerb stünden. Die Marktstellung der Unternehmensgruppe ist demnach angreifbar. Die meisten Handelsunternehmen haben laut Kartellamt bereits heute ihre Beschaffung so organisiert, dass auch kleinere oder nur regional tätige Hersteller gelistet werden können.

Kartellamt: Derzeit genügend Wettbewerb

Die marktführenden Anbieter im Segment Fischfeinkost hatten in den beiden vergangenen Jahren sogar leichte Marktanteilsverluste zu Gunsten dieser Hersteller hinnehmen müssen. Als Ausweichmöglichkeiten für den Lebensmittelhandel betrachten die Kartellwächter die Unternehmen Wernsing-Gruppe (Popp, Bruckmann, Du darfst), Kühlmann (Kühlmann, Mövenpick) die Deutsche See (Beeck), Merl, Dr. Doerr und Friesenkrone. Diese Hersteller verfügen laut der Marktuntersuchung des Kartellamtes nicht nur über das nötige Fertigungswissen und einen Zugang zum Beschaffungsmarkt für die Rohware Fisch, sondern verfügen auch über ausreichend freie Produktionskapazitäten.

"Allerdings werden wir darauf achten, dass sich die Struktur in diesem Markt künftig nicht verschlechtert, da mit weiteren Zusammenschlüssen die Gefahr einer Vermachtung des Marktes, auch zu Lasten der Verbraucher, steigt,“ betonte Kartellamts-Präsident Mundt.

(Redaktion)


 


 

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