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Jobwachstum in den USA schiebt Dax auf Jahreshoch

Das Umfeld auf dem Aktienmarkt verbessert sich derzeit fast täglich. Nun scheint auch noch der Jobmotor in den USA angesprungen zu sein. Zudem könnte am Wochenende ein Vergleich zwischen den Gläubigern und Griechenland über einen Schuldenschnitt bei den Staatsanleihen gefunden werden.

Unter derart positiven Vorzeichen beendete der Dax den Tag mit einem Plus von 1,7 Prozent bei 6.767 Punkten und damit praktisch auf seinem Tageshoch. Es war zugleich der höchste Stand seit rund einem halben Jahr. Auch die Nebenwerte legten kräftig zu. Der MDax beendete die Woche mit einem Tagesplus von zwei Prozent bei 10.414 Zählern, der TecDax verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 772 Punkte.

Seit Jahresbeginn summieren sich die Gewinne im Dax damit bereits auf 14,7 Prozent, was exakt dem Minus aus dem gesamten Vorjahr entspricht. "Offenbar fließen zuvor wegen einer befürchteten Rezession und einer Sprengung der Eurozone abgezogene Gelder jetzt nach Deutschland zurück", meint Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest.

Mit 243.000 Stellen ohne den Agrarsektor fiel der Jobaufbau in den USA doppelt so hoch aus wie von Volkswirten erwartet. Es war das stärkste Plus seit dem Frühjahr 2010. Heinrich Bayer von Postbank Research verweis darauf, dass sich die Verbesserung der Beschäftigungssituation ausschließlich im privaten Sektor abspielt. Die Chance, dass die US-Wirtschaft den Sprung in einen selbsttragenden Aufschwung mit sinkender Arbeitslosigkeit, steigendem privaten Verbrauch und höheren Investitionen schafft, sei mit den Zahlen ein klein wenig gestiegen.

Rückenwind lieferte auch die europäische Konjunkturseite. Der Einkaufsmanagerindex war im Januar in zweiter Veröffentlichung von 48,3 im Vormonat auf 50,4 Punkte gestiegen und lag damit erstmals seit vier Monaten wieder über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

Dennoch gab der Euro weiter nach. Bereits am Morgen hatten Devisenhändler mit 1,3146 Dollar etwas weniger gezahlt als noch am Donnerstag. Am Abend notierte die Gemeinschaftswährung dann bei 1,3106 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte ihren Referenzkurs im Tagesverlauf bei 1,3160 Dollar und damit 0,5 Prozent höher als am Vortag festgelegt.

An der New Yorker Wall Street gab es kaum Veränderungen. Der Dow-Jones zählte gegen 20:11 Uhr (MEZ) 12.845 Punkte und konnte somit ein Plus von 1,10 Prozentpunkten verbuchen. Der Nasdaq-Composite zog ebenfalls um 1,53 Prozentpunkte an und stand um 20:11 Uhr bei  2.903 Zählern.

Die Daimler-Aktie war mit einem Plus von drei Prozent auf 45,45 Euro Tagesgewinner. Die Pkw-Tochter Mercedes-Benz startete mit einem Plus bei den Verkaufszahlen ins Jahr. Weltweit verkauften die Stuttgarter im Januar insgesamt gut 94.500 Autos, knapp sechs Prozent mehr als Vorjahr. Zudem waren am deutschen Aktienmarkt unter anderem Titel gesucht, die bei der bisherigen Dax-Rally zurückgeblieben sind. So legten Münchener Rück 2,7 Prozent, RWE 2,8 Prozent und Siemens 2,2 Prozent zu. Ihnen wird von Händlern "Aufholpotenzial" attestiert. Allein die Aktie der Deutschen Börse schloss nach dem jüngsten Plus knapp im Minus.

Positive Analystenkommentare gab es zur Aktie von Sky Deutschland. Das Papier, das bereits am Vortag fast 20 Prozent nach oben gesprungen war, stieg um weitere 9,3 Prozent auf 2,47 Euro. Das Unternehmen hatte am Donnerstag überraschend gute Geschäftsergebnisse und vor allem ein unerwartet hohes Kundenwachstum veröffentlicht.

TUI zogen um 6,7 Prozent auf 6,41 Euro an. Die Verhandlungen über den Verkauf der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd sind offenbar einen Schritt weiter gekommen. "Wir befinden uns in fortgesetzten Gesprächen und haben die Anrufung des Wirtschaftsprüfers um einen Monat verschoben", sagte ein TUI-Sprecher Dow Jones Newswires auf Anfrage.

(dapd )


 


 

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