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Versorgungsnetz Gesundheit

Verein feierte im Oldenburger Kulturzentrum PFL sein 10. Jubiläum

Im Beisein von Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner, seinerseits selbst Mediziner, hat das Versorgungsnetz Gesundheit e.V. am Dienstag im Oldenburger Tagungszentrum Kulturzentrum PFL sein zehnjähriges Jubiläum begangen. Der Verein fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Gesundheitswesen in Oldenburg und der umliegenden Region.

Schwandner hob in seiner Rede den Netzwerkgedanken hervor, der dabei helfe, Sektorengrenzen der verschiedenen Akteure des Gesundheitswesens zu überwinden. Er lobte insbesondere die Notfallmappe, den Überleitungsbogen für Kliniken, Heime und Pflegedienste sowie die Vereinbarung zur Medikamentenabgabe bei Krankenhausentlassungen, die der Verein initiiert habe. „Sie haben mit Ihrer Netz-werkarbeit wichtige Verbindungen geschaffen," so der Oldenburger OB.

Wick: „Wir müssen auch experimentieren dürfen“

„Wir sorgen gemeinsam dafür, dass die Menschen heute, aber auch in 20 oder 30 Jahren in Oldenburg die medizinische Versorgung erhalten, die sie benötigen,“ fasste die 1. Vorsitzende des Vereins, Rita Wick, die Zielsetzung des Netzwerks zusammen. Sie hob zudem hervor, dass diese Herausforderung der gesundheitlichen Versorgung nur im Schulterschluss mit allen Sektoren zu meistern sei. Darüber hinaus müssten die Beschäftigten im Gesundheitswesen insgesamt fachlich gut qualifiziert werden. Sie betonte, dass die Arbeit des Versorgungsnetzes ein fortlaufender Prozess sei: „Wir müssen auch experimentieren dürfen.“ Gemeinsames Wachsen brauche auch Zeit und das Vertrauen füreinander. „Dass wir auf diese konstruktive Art gemeinsam Dinge bewegen können, haben wir in den vergangenen zehn Jahren gezeigt.“

Den Höhepunkt des Jubiläumsempfangs bildete ein Vortrag von Prof. Bettina Schöne-Seifert, Inhaberin des Lehrstuhls für Medizinethik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Schöne-Seifert, ehemals Mitglied des Deutschen Ethikrates, setzte sich aus philosophischer Sicht mit der Frage auseinander, was eine patientendienliche Versorgung ausmacht. Die Medizinexpertin sprach sich insbesondere für eine intensive Autonomie-Debatte mit den Patienten, für ein ungebrochenes Ethos der Selbstbestimmung sowie für einen offenen Umgang mit dem Sterben aus. Darüber hinaus müssten auch weiterhin die Diskussionen über Leistungsbeschränkungen offen und transparent geführt werden, forderte sie.

(Redaktion)


 


 

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