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Verluste weiter eingedämmt

Containerreederei Hapag-Lloyd setzt kräftige Preiserhöhungen durch

Die Reederei Hapag-Lloyd hat trotz Eintrübung der Wirtschaftslage kräftige Preiserhöhungen durchgesetzt und den Umsatz um 21 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert. Davon profitierte auch das Ergebnis: Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Minus von rund sieben Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch elf Millionen Euro gewesen, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte.

Von Claus-Peter Tiemann

Allerdings lastet der wieder kräftig gestiegene Ölpreis auf dem Unternehmen, denn Treibstoff ist der größte Kostenblock.

Vorstandsvorsitzender Michael Behrendt kündigte weitere Preiserhöhungen für Containertransporte auf den 147 Schiffen seiner Flotte an: "Um diese externen Kostensteigerungen zu kompensieren, sind weitere Ratenerhöhungen zwingend erforderlich. Die Ladung an Bord der Schiffe muss die Kosten für den Transport decken", sagte er.

Hapag-Lloyd schaffte aber auch bei der Menge der transportierten Güter ein Plus von rund zwei Prozent. Die größte deutsche Linienreederei bekräftigte das Jahresziel eines positiven Ergebnisses vor Zinsen und Steuern. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um mehr als 14 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro.

Am Freitag stellt die größte deutsche Linienreederei den ersten von zehn neuen Riesen-Frachtern mit 13.200 Containerstellplätzen vor. Damit schließt Hapag-Lloyd auf zur Konkurrenz , die bereits mit ähnlichen Riesenschiffen unterwegs sind. Das neue Schiff wird auf den Namen "Hamburg Express" getauft.

184 Millionen Euro verdient

Die weltweit größte Containerreederei Moeller-Maersk ist ungeachtet der eingetrübten Konjunkturaussichten optimistisch und hat ihre Jahresprognose erhöht. Das dänische Unternehmen erwartet einen leichten Zuwachs für 2012, wie Moeller-Maersk in Kopenhagen mitteilte. Dabei rechnet der Konzern im Reedereigeschäft der Maersk Line mit weiter steigenden Frachtraten. Das weltweite Frachtaufkommen wird nach Einschätzung des Konzerns 2012 trotz eines Rückgangs in Europa um vier Prozent steigen.

Auch dank höherer Frachtgebühren war Moeller-Maersk in der Containerschifffahrt im zweiten Quartal aus den roten Zahlen gekommen. Unter dem Strich stand bei der Maersk Line ein Gewinn von 227 Millionen Dollar (184 Millionen Euro), nach einem Verlust von 95 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. In der gesamten Gruppe, zu der auch Öl- und Erdgasförderung gehören, fiel der Gewinn um knapp 40 Prozent auf 965 Millionen Dollar. Der Umsatz stagnierte im zweiten Quartal bei 15,35 Milliarden Dollar.

(dapd )


 


 

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