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Chronologie

Die zahlreichen Anläufe der Deutschen Börse zur Fusion

Die Aktionäre in den USA und Deutschland haben der Fusion der NYSE Euronext mit der Deutschen Börse zugestimmt. Damit ist der Frankfurter Handelsplatz einen bedeutenden Schritt weiter vorangekommen als bei zahlreichen früheren Versuchen, durch einen Zusammenschluss mit einer anderen Börse Größe und Bedeutung zu gewinnen.

Eine Chronologie früherer Fusionsversuche:

September 2000: Die geplante Fusion von Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) scheitert.

13. Dezember 2004: Die Deutsche Börse unternimmt einen neuen Übernahmeversuch in London. Die LSE erklärt, das Angebot - insgesamt rund 1,95 Milliarden Euro - liege unter dem Wert der LSE.

20. Dezember 2004: Die Deutsche Börse bekommt bei ihrem Übernahmeversuch der Londoner Börse Konkurrenz : Die Vierländerbörse Euronext bestätigt, dass sie Kontakt zu den Londonern aufgenommen hat.

25. Februar 2005: Der Widerstand von Investmentgesellschaften, die Anteile an der Deutschen Börse halten, gegen die Übernahmepläne der Frankfurter wächst.

6. März 2005: Zum zweiten Mal rückt die Deutsche Börse von den Übernahmeplänen für den Londoner Konkurrenten LSE ab. Die Börse teilt mit, der Vorschlag werde zurückgezogen.

22. Februar 2006: Die Deutsche Börse startet einen neuen Fusionsanlauf zur Schaffung einer europäischen Superbörse: dieses Mal mit der Vierländerbörse Euronext.

15. März 2006: Die Deutsche Börse will konkrete Verhandlungen mit Euronext über einen Zusammenschluss der beiden Unternehmen aufnehmen.

22. Mai 2006: Die New York Stock Exchange (NYSE) bietet der Vierländerbörse eine Fusion an.

23. Mai 2006: Die Deutsche Börse erleidet im Poker um Euronext eine Schlappe. Die Aktionäre der Vierländerbörse lehnen auf der Hauptversammlung einen Antrag ab, wonach ein Zusammenschluss mit den Frankfurtern favorisiert werden sollte.

15. November 2006: Die Deutsche Börse gibt nach monatelangem Fusionspoker ihre Pläne zum Zusammenschluss mit Euronext auf. Damit ist der Weg frei für die New Yorker Konkurrenz NYSE für einen Zusammenschluss mit Euronext.

1. Mai 2007: Die Deutsche Börse übernimmt für gut 2 Milliarden Euro die US-Terminbörse International Securities Exchange (ISE).

7. Dezember 2008: Die Deutsche Börse räumt Gespräche mit der New York Stock Exchange ein, betont aber auch, "soweit solche Gespräche mit der NYSE geführt wurden, sind diese aber ohne jedes Ergebnis beendet".

9. Februar 2011: Deutsche Börse und NYSE Euronext bestätigen Gespräche.

15. Februar 2011: Deutsche Börse und NYSE Euronext verkünden Fusionsabsicht. Die Deutsche Böse soll 60 Prozent an dem künftigen Gemeinschaftsunternehmen halten.

1. April 2011: Die Technologiebörse Nasdaq und die Derivatebörse ICE kündigen ein konkurrierendes Angebot für die NYSE an.

16. Mai 2011: Nasdaq und ICE buhlen nicht länger um die NYSE und ziehen ihr Übernahmeangebot zurück.

7. Juni 2011: Deutsche Börse und NYSE wollen Aktionäre mit einer Sonderdividende für die Fusion begeistern. Nach dem Zusammenschluss sollen zwei Euro pro Aktie der neuen Holding ausgeschüttet werden, eine Prämie von bis zu 620 Millionen Euro.

7. Juli 2011: Die Aktionäre der NYSE stimmen der geplanten Fusion zu. Bei einer Sondersitzung sprechen sich 96 Prozent der Anwesenden für einen Geschäftsabschluss aus.

14. Juli 2011: Grünes Licht geben auch die Aktionäre der Deutschen Börse. Sie hätten ihre Anteilsscheine zu mehr als 80 Prozent in Aktien der von beiden Unternehmen gemeinsam gegründeten niederländischen Alpha Beta Netherlands Holding eingetauscht, teilte die Deutsche Börse am mit. Für den Erfolg der Fusion war eine Quote von 75 Prozent erforderlich.

(dapd )


 


 

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