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Sharknado 2 – die Haie erobern das Internet

Mit Sharknado 2 meldete sich gestern der berühmte Trashfilm mit seiner Fortsetzung zurück. Die Weltpremiere in Amerika war von vielen viralen Kampagnen gestützt und ließ das Internet sich nur auf diesen einen Film konzentrieren. Aber was macht den Haifilm zu einem solchen Highlight? - die Fans im Internet und ein geschicktes Marketing.

Sharknado hinterließ im Juli 2013 nicht nur eine Reihe von toten Haien in den Straßen von Los Angeles, sondern entwickelte sich mit 5000 Tweets pro Minute zu einem wahren Phänomen im Netz. Eine Woche später kündigten die Produzenten bereits das Sequel an. Am Mittwochabend aus Syfy war es soweit: Sharknado geht in die zweite Runde. Die Weltpremiere war gleichzeitig die amerikanische Erstausstrahlung und auf dem Bezahlsender mit optionalem Originalton zu sehen. Erneut fliegen menschenfressende Haie durch die Straßen von New York City und versuchen die Stadt zu zerstören.

Sharknaido Trailer

Die Story

Im ersten Teil versöhnten sich Surfer Fin (Ian Ziering) und seine Ex-Frau April (Tara Reid). Gemeinsam fahren sie nach New York, um eine alte Freundin aus der High-School zu besuchen. Kurz nach ihrer Ankunft geht auch hier ein riesiger Wirbelsturm los und bringt zahlreiche Haie mit sich – der Sharknado. Durch ein Wetterphänomen wurde vor der Küste New Yorks ein riesiger Haischwarm mit aufgesammelt und lässt die Tiere jetzt durch die Straße fließen. Broadway und Freiheitsstatue – keine bekannten Plätze werden von den blutrünstigen Tieren verschont. Die beiden Hauptdarsteller versuchen nun mit Kettensägen und selbstgebauten Bomben, die Einwohner New Yorks zu retten.

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Der Tornado im Internet

Bereits der erste Teil konnte im Internet einschlagen, wie eine Bombe. Über 387.000 Erwähnungen in sozialen Netzwerken gab es nach der Veröffentlichung. Auch mit der Fortsetzung stand das Internet nicht still. In Twitter Feeds machen sich die Zuschauer über die Story lustig, über die Schauspieler oder über die Machart des Films. Gleichzeitig wurden viele Nebenrollen erwähnt, wie beispielsweise Kelly Osbourne, Al Roker oder mark McGrath. Absurd und vollkommen überspitzt macht sich also auch die Fortsetzung bei den Anhängern beliebt. Es gab Parodien, wie beispielsweise ein nachbearbeitetes Bild von Miley Cyrus, die auf einem Hai im Video ihres Songs Wrecking Ball sitzt. Vor der Premiere wurde der Film in sämtlichen Medien angekündigt und entwickelte sich bereits vor dem Start zu einem wahren Hype. Fow News präsentiere ihn im Social Buzz:


Fox News Social Buzz

Werbeaktion von Philips mit Ambiente-Licht

Philips nutze den Film für eine ganz besondere Werbeaktion. Besitzer des Hue-Lampensystems erlebten ein ganz besonderes Highlight. Eine eigens entwickelte App führte die Zuschauer in eine andere Welt und holte den Sharknado direkt in das Wohnzimmer. Zum Film gab es das passende Stimmungslicht. Gemeinsam mit dem Film nutze das Unternehmen die Aufmerksamkeit, den neuen Dienst und das besondere Lichtsystem zu vermarkten. Vor schlechte Publicity hat sich Philips mit diesem Film wohl nicht gefürchtet. Gerade Horrorfilme sind von einem guten Licht abhängig und können mit den Effekten eine noch bessere Wirkung erzielen. Wie das Ganze zum Schluss aussah, ist in folgendem Video dargestellt. Eine Inszenierung, die sich sehen lassen kann:

Philips Hue Lighting

In London gab es vorab eine PR-Aktion, die den Kunden in einem Fischgeschäft Schrecken einjagen sollte. Ahnungslose Briten war auf einmal Mittelpunkt einer Hai-Attrappe, die mit weit geöffnetem Maul plötzlich die Gäste attackierte. Die ungewollten Protagonisten haben geschrien, geflucht und sind teilweise vor Schreck gestürzt. Allerdings nahmen alle Beteiligten die Werbeaktion mit Humor und machten nachher Bilder, die sie im Netz verteilten.

Sharknado 3?

Nach der Veröffentlichung wurden sofort Stimmen zu Sharnado 3 laut. Die Produzenten denken stark über eine weitere Fortsetzung nach. Ebenso ist eine App als Spiel geplant, die sich an der Story des Films orientiert. Sie zählt zu den sogenannten Endless Runnern und will in der Hauptrolle des Fin möglichst viele Haie vernichten. Einziges Ziel des Spiels ist es, zahlreiche Münzen aufzusammeln. Mit etwa drei Euro sind Fans dabei, sich auch in die virtuelle Spielwelt zu Sharknado zu begeben. Trotz Trashfilm ziehen die Produzenten das Marketing auf allen Kanälen durch und stecken sogar andere Unternehmen mit dem Hype zu Sharknado an. So funktionieren gelungene Social Media Kampagnen, wobei sich Sharknado förmlich zum Selbstläufer entwickelt hat.

Tweets zu Sharknado2:

Florian Weis ist Redakteur bei business-on.de. Er betreut das regionale Wirtschaftsportal business-on.de für die Region Köln-Bonn.

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(Redaktion)


 


 

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