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Vor Borkum

Fundamente für Offshore-Windpark „Riffgat“ stehen

Die Gründungsstrukturen für den Offshore-Windpark Riffgat stehen. Die Montagearbeiten etwa 15 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum konnten pünktlich abgeschlossen werden. Vor der Küste Borkums ist das Baufeld damit für die Ankunft der eigentlichen Windkraftanlagen im kommenden Frühjahr vorbereitet.

Man werde sich zunächst "um die Verkabelung innerhalb des Windparks und die Errichtung des Fundaments für das Umspannwerk kümmern, bevor es dann im kommenden Jahr mit der Installation der Topside des Umspannwerks und der Windkraftanlagen" weitergehe, so Gesamtprojektleiter Wilfried Hube von EWE. Der Oldenburger Energieversorger errichtet den Offshore-Windpark in Kooperation mit dem Windpark-Projektierer Enova aus dem ostfriesischen Bunderhee.

Während der rund 80 Bautage seit dem ersten Rammschlag Mitte Juni sind nach EWE-Angaben 23.000 Tonnen Stahl verbaut worden. Insgesamt 200 Personen waren demnach für die Montagearbeiten an den Gründungsstruktuen im Verlauf der vergangenen Wochen in der Nordsee im Einsatz.

Jedes Fundament besteht nach aus einem bis zu 70 Meter langen und bis zu 750 Tonnen schweren Gründungspfahl, der bis zu 40 Meter tief in den Meeresgrund getrieben wurde. Hinzu kommt jeweils ein sog. Transition Piece, welches später den Turm der Windkraftanlage mit dem Gründungspfahl verbindet.

Beim Setzen der Fundamente kam innovative Technologie zur Emmissionsreduzierung zum Einsatz: So wurde wie bereits beim Trianel-Windpark in der Nordsee der beim Rammen der Gründungspfähle entstehende Schall mit einer doppelwandigen, röhrenförmigen Schall-Sperrwand aus Stahl gedämpft. Diese wurde über den Gründungspfahl gestülpt und trug im äußeren Doppelrohr eine schallmindernd wirkende Luftschicht sowie im inneren Rohr einen mehrstufig einstellbaren Luftblasenschleier, der den Schall ebenfalls minderte. „Die verschiedenen Messungen haben gezeigt, dass der zum Schutz der Meerestiere vorgegebene Wert von 160 Dezibel bei unseren Rammarbeiten unterschritten wurde“, berichtet Hube.

Vorerst kein neuer EWE-Windpark

Die vielfältigen Erfahrungen aus den Offshore-Projekten „Riffgat“ und „alpha ventus“ bietet EWE über die Tochtergesellschaft EWE Offshore Service & Solutions inzwischen auch Dritten an. Neben Beratung zu technischen oder logistischen Fragestellungen sowie dem Umgang mit Behörden, Arbeitssicherheit und Umweltschutz, will EWE Investoren auch bei der Umsetzung der Baumaßnahmen und späteren Betriebsführung von Offshore-Windparks unterstützen.

„Aktuell planen wir keinen weiteren eigenen Offshore-Windpark, sondern konzentrieren uns auf die erfolgreiche Umsetzung von Riffgat und den weiteren Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes mit Dritten. Erste Erfolge zeigen hier, dass unsere Erfahrungen in diesem Bereich gefragt sind“, schildert EWE-Vertrieb Geschftsführer  Jörg Buddenberg. Auf diese Weise bleibe das bei EWE vorhandene Offshore-Know-how weiterhin für die Energiezukunft in Deutschland nutzbar.

Geplant ist, dass der fertiggestellte Offshore-Windpark "Riffgat" ab Sommer 2013 jährlich rund 120.000 Haushalte mit Strom versorgt.

(Redaktion)


 


 

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