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  • 31.08.2012, 14:28 Uhr
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  • Düsseldorf/Wolfsburg
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VW-Chef stoppt weitere Übernahmen

"Haben momentan genug zu tun"

Nachdem der Volkswagen-Konzern auf ein Dutzend Marken vom Lkw bis zum Motorrad gewachsen ist, hat der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn weitere Zukäufe gestoppt.

"Um es klar zu sagen: Wir haben momentan genug zu tun, unsere zwölf Marken dahin zu führen, wo wir 2018 als Konzern stehen wollen: auf Platz eins der weltweit führenden Autobauer", sagte der VW-Chef dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt" (Freitagsausgabe).

Eine Übernahme des malaysischen Herstellers Proton, über die Medien seit Jahren spekulieren, schloss Winterkorn aus: "Das ist für uns derzeit kein Thema." Über die von im sehr geschätzte Fiat-Tochter Alfa Romeo sagte Winterkorn: "Dass ich Alfa für eine reizvolle Marke halte, ist kein Geheimnis. Aber wie gesagt: Wir sind mit unseren Marken gut beschäftigt."

Der Wolfsburger DAX-Konzern hatte in den vergangenen Monaten erst den Lkw-Produzenten MAN gekauft, dann den Motorradhersteller Ducati und schließlich den Sportwagenbauer Porsche komplett übernommen.

Erst vor einer Woche hatte der mächtige VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh ein Ende der Zukäufe gefordert. Branchenkenner warnen schon lange vor der zunehmenden Komplexität des schnell wachsenden Wolfsburger Autokonglomerats.

Konzern produziert 34.000 Fahrzeuge pro Arbeitstag

Der Konzern mit Marken von Audi über Porsche bis Skoda hat fast 520.000 Beschäftigte. Sie produzieren in nahezu 100 Werken weltweit pro Arbeitstag mehr als 34.000 Fahrzeuge. "Natürlich ist es anspruchsvoll, diesen großen Konzern, der weltweit unterwegs ist, zu steuern. Aber wir haben die Mittel und vor allem die richtigen Menschen dazu", sagte Winterkorn.

Der 65 Jahre alte Topmanager machte klar, dass eine starke Führungsperson an der Spitze des Konzerns stehen müsse, auch nach seinem Abgang: "Volkswagen war in seiner Geschichte immer dann am erfolgreichsten, wenn sich der Konzern an einer starken Spitze orientiert hat. "

Winterkorn wies den Vorwurf von Fiat zurück, der VW-Konzern drücke die europäische Konkurrenz unfair an die Wand: "Für unternehmerischen Erfolg sollte man sich nicht entschuldigen müssen. Es zahlt sich jetzt aus, dass wir mit eigenen Fabriken auch nach Russland, China, Indien und in die USA gegangen sind, während andere in Europa geblieben sind."

Zur Forderung des französischen Autobauers PSA Peugeot-Citroen nach Staatshilfe bei der Sanierung sagte der VW-Chef: "Wenn nach Subventionen gerufen wird, um eine Fabrik zu schließen, dann habe ich dafür kein Verständnis."

(dapd )


 


 

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