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Gesundheitskonzern

Fresenius hebt nach gutem Start Prognose an

Der Gesundheitskonzern Fresenius hat seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Hintergrund sind die im ersten Halbjahr erzielten guten Ergebnisse, wie der Dax-Konzern am Dienstag in Bad Homburg mitteilte.

Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 8,004 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ( Ebit ) legte um acht Prozent auf 1,207 Milliarden Euro zu. Das Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der Fresenius SE entfällt und um bestimmte Sondereinflüsse bereinigt ist, stieg um 20 Prozent auf 363 Millionen Euro. Die Zahlen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Fresenius habe "die hervorragende Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre fortgesetzt", sagte der Vorstandsvorsitzende Ulf M. Schneider. Insbesondere das ausgezeichnete Wachstum des auf Infusionen und klinische Ernährung spezialisierten Unternehmensbereichs Kabi in Nordamerika und China habe zu dem Erfolg beigetragen.

Für 2011 wird nun ein währungsbereinigter Anstieg des Konzernergebnisses von 15 bis 18 Prozent erwartet. Bisher war ein Wachstum von 12 bis 16 Prozent prognostiziert worden. Das Plus beim Konzernumsatz soll unverändert zwischen sieben und acht Prozent liegen.

USA: Fresenius Medical Care auf Wachstumskurs

Auch die ebenfalls im DAX notierte Konzerntochter Fresenius Medical Care (FMC) meldete am selben Tag ein deutliches Umsatz- und Gewinnplus im zweiten Quartal. Der hauptsächlich in Nordamerika tätige Dialysedienstleister steigerte in den Monaten April bis Juni seinen Umsatz um acht Prozent auf 3,194 Milliarden US-Dollar (2,23 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um neun Prozent auf 510 Millionen US-Dollar (355 Millionen Euro) und erfüllte damit die Erwartungen der Analysten.

Das Konzernergebnis, das auf die Anteilseigner der FMC entfällt, stieg um fünf Prozent auf 261 Millionen US-Dollar (182 Millionen Euro). FMC bestätigte seine Jahresprognose und rechnet mit einem Konzernergebnis von bis zu 1,09 Milliarden US-Dollar (760 Millionen Euro).

Nach der bereits Ende Juni abgeschlossenen Übernahme des Dialysedienstleisters Euromedic kündigte FMC weiteres Wachstum in den USA an. Für 1,7 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro) soll die Liberty Dialysis Holdings übernommen werden, die 260 Dialysekliniken betreibt. Für 385 Millionen US-Dollar (268 Millionen Euro) plant das Unternehmen zudem die Übernahme von American Access Care, einem Betreiber von 28 Zentren, die auf die ambulante Versorgung von Gefäßzugängen bei Dialysepatienten spezialisiert sind.

Auch die Fresenius-Krankenhaussparte Helios legte bei Umsatz und Ergebnis zu. Die 64 Helios-Kliniken in Deutschland betreuen nach Unternehmensangaben mehr als zwei Millionen Patienten und sind mit rund 19.000 Betten einer der größten privaten Krankenhausbetreiber in Deutschland.

Aufgrund der Unruhen im Mittleren Osten und Nordafrika kam es allerdings beim Krankenhausdienstleister Vamed zu Projektverzögerungen, weshalb für diese Sparte nur noch mit einem Umsatzwachstum von 0 bis 5 Prozent statt bislang bis zu 10 Prozent gerechnet wird. Der Fresenius-Konzern beschäftigte zum 30. Juni 2011 nach eigenen Angaben weltweit 142.933 Mitarbeiter.

(dapd )


 


 

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