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Wallenhorst

Schwarzbuch-Serie "Kopfschütteln 3/8" Heute: Wallenhorst: Leuchtende Gullydeckel im Kreisverkehr

Eine Schwarzbuch-Serie über die Verschwendung von Steuergeldern im Gebiet Weser-Ems. Heute: Wallenhorst. Mit illuminierten Gullydeckeln in einem Verkehrskreisel wollte das niedersächsische Wallenhorst Glanzlichter setzen, erntete dafür aber vor allem Spott. Als gäbe es sonst keine Defizite in der kommunalen Infrastruktur, gaben die Gemeinderäte einmütig grünes Licht für die 10.000 Euro teure Beleuchtung.

Die Kommunalpolitiker in Wallenhorst (Landkreis Osnabrück) waren fest entschlossen, ihren neu erbauten Verkehrskreisel am südlichen Ortseingang noch besser in Szene zu setzen. Ohne Gegenstimme beschloss der Gemeinderat deshalb im Jahr 2014, die 5 Gullydeckel inmitten des überfahrbaren Kreisverkehrs mit bunten LED-Lichtern zu versehen. Einzig der damalige Bürgermeister sah keinen Bedarf für diese Lichtinstallation, stoppte das unnötige Projekt jedoch nicht.

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Hohn und Spott für den „Glühwürmchen-Kreisel“

Selbst bei vielen Befürwortern sorgte das Resultat dann aber für Ernüchterung: Das Licht leuchtete so schwach, dass schnell der Name „Glühwürmchen-Kreisel“ geboren war. Die Verwaltung begründete die geringe Leuchtkraft damit, dass von der Installation keine Störwirkung für die Verkehrsteilnehmer ausgehen sollte. Für die Steuerzahler wurde gleichwohl ein Ärgernis geschaffen. Rund 10.000 Euro investierte die Gemeinde für Lichttechnik und Leuchtmittel. Der Bund der Steuerzahler meint deshalb: Das kuriose Kunstobjekt hätte gern privat finanziert werden können, nicht aber aus der Gemeindekasse.

(Redaktion)


 


 

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