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Wasser- & Schifffahrtsverwaltung

Warnstreik könnte deutsche Schifffahrt am Donnerstag lahmlegen

Durch einen Warnstreik droht der Schifffahrt in Deutschland am Donnerstag (28. Februar) der weitgehende Stillstand. Die Gewerkschaft Verdi rief die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) zu einem ganztägigen Ausstand auf.

Von Markus Huth

Hintergrund sind nach Gewerkschaftsangaben die Reformpläne der Bundesregierung für die WSV.

Laut Verdi sind bis zu ein Drittel der 12.000 Arbeitsplätze bedroht. Eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums sprach auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd von 2.000 Stellen, die abgebaut werden sollen.

Von dem Warnstreik betroffen ist auch Norddeutschlands wichtigste Wasserstraße: der Nord-Ostsee-Kanal, aber auch die Nord- und Ostseeküste, der Rhein, die Donau oder die Wasserstraßen um Berlin. Durch den Arbeitskampf würden Schleusen nicht mehr betrieben, und Schiffe würden sich stauen, sagte ver.di-Mann Penke. Waren könnten so zeitweise nicht mehr über den Wasserweg transportiert werden. Der wirtschaftliche Schaden dürfte in die Millionen gehen.

Gewerkschaft pocht auf Tarifvertrag

Ver.di fordert, dass die Bundesregierung als Arbeitgeber keine betriebsbedingten Kündigungen ausspricht und das tarifvertraglich garantiert. Die Bundesregierung habe Gespräche darüber bisher abgelehnt, sagte Penke. Sollte das so bleiben, drohte er mit langen, bundesweiten Streiks.

Die Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums sagte dagegen, die Bundesregierung plane keine betriebsbedingten Kündigungen. "Die Stellen werden sozialverträglich abgebaut", sagte sie. Auslaufende Stellen etwa sollen nicht neu besetzt werden.

Ver.di besteht jedoch darauf, dass die Beschäftigten des WSV einen gesonderten Tarifvertrag erhalten, wo dies festgeschrieben wird. Am Donnerstag plant die Gewerkschaft in Norddeutschland zentrale Kundgebungen im schleswig-holsteinischen Rendsburg und in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern.

Die WSV verwaltet die Bundeswasserstraßen und regelt den Schiffsverkehr. Dazu gehören den Angaben zufolge 23.000 Quadratkilometer Seewasserstraßen und 7.350 Quadratkilometer Binnenwasserstraßen.

(dapd)


 


 

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