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Wegen familiärer Probleme

Angriff auf Chef Provinzial Nordwest-Chef nur vorgetäuscht

Doch kein Fall für Boerne und Thiel: Der Angriff auf den Vorstandschef der Versicherungsgruppe Provinzial Nordwest, Ulrich Rüther, hat nie stattgefunden.

Was zunächst nach einem Fall wie aus dem Drehbuch der Münsteraner "Tatort"-Ermittler aussah, war nach Angaben des vermeintlichen Opfers gar kein Verbrechen. Rüther habe eingeräumt, sich die Attacke ausgedacht und die Verletzungen mit einem Schraubenzieher selbst beigebracht zu haben, teilten Staatsanwaltschaft, Polizei und das Unternehmen am Dienstag in Münster mit.

Der Manager hatte behauptet, am vergangenen Mittwoch kurz vor einer Betriebsversammlung auf dem Weg von der Tiefgarage zum Büro überfallen worden zu sein. Damals war über einen Zusammenhang mit dem möglichen Verkauf der Provinzial Nordwest an den Allianz-Konzern spekuliert worden.

Wegen des Geschäfts war Rüther in die Kritik geraten. Als Motiv für seine Tat verwies er laut einer Mitteilung des Unternehmens auf "die extrem belastende Phase" für seine Familie, die er mit dem Geständnis nun "zum Abschluss bringen" wolle.

Die Verkaufspläne sind mittlerweile nicht mehr aktuell, da nun eine Fusion der Versicherungsgruppen Provinzial Nordwest und Provinzial Rheinland geplant ist. Gegen Rüther wird jetzt wegen Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft dürfte ein Verfahren aber gegen Zahlung einer "angemessenen Geldbuße" eingestellt werden.

(dapd)


 


 

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Versicherungsgruppe Provinzial Nordwest
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