Sie sind hier: Startseite Weser-Ems Fachwissen plus Marketing
Weitere Artikel
Volkswagen

Ab 2013 Einstieg in die Rallye-WM - Räikkönen und Loeb als Fahrer im Gespräch

Der Volkswagenkonzern baut sein Motorsport-Engagement aus und steigt 2013 in die Rallye-Weltmeisterschaft ein. Das erfuhr die Nachrichtenagentur dapd am Mittwoch aus VW-Kreisen. Der Wolfsburger Autohersteller verschickte zu diesem Thema eine geheimnisvoll anmutende Pressemitteilung. Daran heißt es: "Safe the Date", "Nehmen Sie sich an diesem Tag nichts vor". Zudem wurde auf das künftige Motorsport-Programm des Unternehmens verwiesen.

Von Ralf Loweg

Bei dieser Einladung könne man gemeinsam den Aufbruch in ein neues Motorsport-Kapitel erleben. Als Datum solle man sich den 5. und 6. Mai vormerken. "Halten Sie Zahnbürste, Pass und leichtes Gepäck bereit und kommen Sie mit uns auf die Reise", heißt es in der Pressemitteilung, die von Motorsportdirektor Kris Nissen und Kommunikationschef Peter Thul unterschrieben ist.

Nach dapd-Informationen wird die in Motorsport-Fachkreisen als spektakulär bewertete Nachricht auf Sardinien verkündet, wo zum gleichen Zeitpunkt ein Lauf zur aktuellen Rallye-WM stattfindet.

Bis zuletzt war immer wieder über das Motorsport-Projekt von Volkswagen spekuliert worden. So gab es beispielsweise Gerüchte, die Wolfsburger könnten in die Formel 1 einsteigen und die Königsklasse des Motorsports mit einem Einheitsmotor beliefern. Ob VW mit dem Einstieg in die Rallye-WM das bislang so erfolgreiche Engagement bei der berühmt-berüchtigten Rallye Dakar beendet, wird derzeit diskutiert. Bei dem in Südamerika ausgetragenen Wüstenspektakel triumphierte VW zuletzt dreimal in Folge, von 2009 bis 2011.

Die Kosten für eine Saison in der Rallye-WM werden auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt; für das Abenteuer "Dakar" muss mindestens die gleiche Summe aufgebracht werden. Daher ist wohl davon auszugehen, dass sich VW künftig nur noch auf ein Rallye-Engagement konzentriert, und das dürfte die Weltmeisterschaft sein.

Mercedes gibt mehr als 20 Mio. Euro aus

Zum Vergleich: Mercedes gibt in der Formel 1 mehr als 250 Millionen Euro pro Jahr aus und fährt derzeit mit Rekordweltmeister Michael Schumacher und Nico Rosberg hinterher.

Als Fahrer bei VW werden bereits einige Superstars der PS-Branche gehandelt, so sind derzeit unter anderem der ehemalige Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) und der Franzose Sebastien Loeb, mit sieben WM-Titeln der erfolgreichste Pilot der Rallye-Geschichte, im Gespräch. Loebs Vertrag mit Arbeitgeber Citroën läuft nach zehnjähriger Zusammenarbeit zum Saisonende aus.

Loeb bestreitet allerdings Kontakte zu VW. Er habe mit Volkswagen nicht über das nächste Jahr gesprochen, sagte der 37-Jährige: "Ich weiß noch nicht einmal, ob ich 2012 überhaupt etwas fahre." Sein Chef, Citroën-Sportdirektor Olivier Quesnel, glaubt, dass sein Schützling drei Möglichkeiten in Erwägung zieht: Aufhören, Langstreckenrennen fahren oder zu VW wechseln.

Um die große Herausforderung zu meistern und sich optimal auf den WM-Einstieg 2013 vorzubereiten, plant VW noch in diesem Jahr Testeinsätze mit zwei Fabia WRC der Konzerntochter Skoda.

(dapd )


 


 

Rallye-WM
Gepäck
Formel
Mercedes
Pressemitteilung
Saison
Rallye-Weltmeisterschaft

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Rallye-WM" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: