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Trittin zeigt die rote Karte

Grünen-Chef schmeißt bei Werder Bremen als Umweltbotschafter hin

Neue Runde im schwelenden Konflikt um den neuen Hauptsponsor Wiesenhof beim Fußballclub Werder Bremen: Grünen-Politiker-Jürgen Trittin, der für den Club als prominenter Umweltbotschafter für das CSR-Projekt "Werder bewegt" tätig war, schmeißt hin. Lebenslang umweltbewusst aufgenommen.

In einem offenen Brief hatte sich der gebürtig aus dem Bremer Stadtteil Vegesack stammende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag an Werder Bremen gewandt. Die Entscheidung zum Ausscheiden begründete er in dem Schreiben mit der Partnerschaft des Fußballclubs mit dem neuen Hauptsponsor Wiesenhof. 

Fan-Austritte und Wortspiele

Der neue Sponsor steht seit Bekanntwerden des Engagements bei Werder Bremen im Kreuzfeuer der Kritik: Tierschützer machen kräftig Stimmung gegen Wiesenhof. Die Club-Geschäftsführung bestätigte bereits, dass Fans aus Protest ihre Mitgliedschaft gekündigt hätten. Die genaue Zahl wurde nicht genannt. auch in sozialen Netzwerken wurden Gruppen mit durchaus regem Zulauf gegründet, die sich gegen den neuen Hauptsponsor wenden. Nicht zuletzt machen dem Fußballclub die vielen Wortspiele zu schaffen, die mit dem Wiesenhof-Logo auf der Brustpartie in Mode gekommen sind und in den Medien rege von Sportkommentatoren verbreitet werden - als bekanntestes gilt dabei sicherlich der Begriff "Hühnerbrust".

Werder Bremen-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer, in dessen Verantwortungsberech die sozialen Aktivitätendes Fußballclubs fallen, sagte: "Wir sind traurig über den Rückzug von Jürgen Trittin." Man habe intern damit gerechnet dass Jürgen Trittin, der zu den Kritikern der konventionellen Nutztierhaltung zählt, die Partnerschaft mit Wiesenhof kritisch begleiten würde, allerdings hatte man wohl intern auch gehofft, dass der Politiker dem Fußballclub bei der Stange bleibt. Verklausuliert ist beim Club ein wenig unbeholfen davon die Rede, dass man gemeinsam die Nutztierhaltung "auf eine neue Ebene" stellen wollte.

Dennoch ging Trittin in seinem Schreiben auch auf die vorbildlichen und vielfältigen Aktivitäten des Fußballclubs in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit ein.

Bereits der zweite Verlust

Mit der CSR-Marke "Werder bewegt" engagiert sich Werder Bremen seit März 2012 in lokalen, regionalen und internationalen Projekten. In sechsverschiedenen Themenbereichen werden die Mitarbeiter des
CSR-Managements dabei von prominenten Botschaftern unterstützt.

Jürgen Trittin ist bereits der zweite Botschafter, der nach Bekanntwerden der Partnerschaft mit dem Hauptsponsor Wiesenhof seinen Rückzug aus dem Projekt angekündigt hat. Bereits unmittelbar nach Bekanntwerden der Zusammenarbeit zwischen Werder und dem Geflügel-Hersteller hatte NDR-Kochmoderator Rainer Sass die Zusammenarbeit mit Werder Bremen beendet. Für das selbe CSR-Projekt wie bei Jürgen Trittin repräsentierte er seit März 2012 den Bereich Lebenslang gesund.

(Redaktion)


 


 

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