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Meyer Werft

Zukunftstarifvertrag für Papenburger Werft in Form gegossen

Im schwierigen Fahrwasser der maritimen Industrie haben die Unternehmensleitung der Meyer Werftt, der Betriebsrat und die IG Metall einen inzwischen einenneuen Zukunftstarifvertrag in Form gegossen. Das Papier wurde einvernehmlich von allen beteiligten Parteien unterzeichnet.

„In Europa kämpfen die letzten verbliebenen Werften um ihre Existenz“, so Bernard Meyer. Umso mehr belegr das Papier "in beeindruckender Weise die zukunftsgerichteten Weichenstellungen mit denen die Herausforderungen in Papenburg im Konsens bewältigt werden" könnten.

Beschäftigungsgarantie bis 2016

Die Werft mit ihren Tochtergesellschaften, der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall haben sich auf verbindliche, gemeinsam getragene deutliche Produktivitätsverbesserungen für die nächsten Jahre geeinigt. Es wurde u.a. ein neues, sich mit dem neuen Produktionssystem entwickelndes Entgeltsystem, sowie die Umsetzung eines differenzierten modernen Arbeitszeitsystems vereinbart.

Als Anerkennung für das Engagement der Mitarbeiter bei der Optimierung der neuen Produktionsabläufe wurde eine Prämie vereinbart wie auch eine Beschäftigungsgarantie bis zum Juni 2016 ausgesprochen. Zudem ist die Neueinstellung von 100 Mitarbeitern geplant, die hohe Ausbildungsquote und die Zusage einer unbefristeten Übernahme soll bleiben. Auch in der Frage der Altersteilzeitregelung wurde nach Angaben der Werft eine Vereinbarung getroffen.

 "Wir haben schon viel erreicht, sind aber noch lange nicht am Ende des Weges.“ (Werft-Chef Bernard Meyer)

Weitere Millioneninvestitionen stehen auf der Agenda

Die Geschäftsführer Bernard Meyer und Lambert Kruse informierten am Montag bei einer Betriebsversammlung die Belegschaft über die Ergebnisse. „Mit diesem Vertrag sichern wir den eingeschlagenen Weg der stetigen Verbesserung und der Produktivitätssteigerung. Wir haben schon viel erreicht, sind aber noch lange nicht am Ende des Weges“ , so Bernard Meyer. „ Das Unternehmen wird nach seinen Angaben im nächsten Jahr erneut mehr als 50 Mio. Euro in die Werftanlagen, die IT-Infrastruktur und in Mitarbeiterqualifizierungen investieren“.

Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Gelder und der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Meinhard Geiken, machten während der Veranstaltung deutlich, dass die Meyer Werft als größte deutsche Werft positive Signale für die Zukunftsgestaltung der gesamten maritimen Wirtschaft setze. „Wir brauchen gemeinsam getragene Strategien für die Zukunft unserer älteren und jüngeren Kollegen. Das haben wir mit der Vereinbarung erreicht“, freut sich Gelder.

„ Der Abschluss ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ein Unternehmen mit den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie langfristig den Standort und die Arbeitsplätze sichert. Wir haben erreicht, dass die Betriebsräte und Mitarbeiter bei den anstehenden Veränderungen auf der Werft und bei der Planung der Kapazitäten sowie von Leiharbeit und Werkverträgen noch stärker beteiligt werden. Die Auszubildenden für den eigenen Bedarf grundsätzlich werden unbefristet übernommen “, so IG Metall Bezirksleiter Meinhard Geiken.

(Redaktion)


 


 

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