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Thyssen-Krupp

Werftarbeiter gegen Ausstieg aus dem zivilen Schiffsbau

Am Freitag haben in Hamburg rund 2.500 Beschäftigte der Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) AG aus Emden, Kiel und Hamburg für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf den drei Werften demonstriert. "Thyssen-Krupp darf den zivilen Schiffbau an der Küste nicht sterben lassen", sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, auf der Kundgebung vor dem Werkstor von Blohm + Voss in Hamburg.

Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall haben am Freitag rund 2.500 Beschäftigte der Thyssen-Krupp Marine Systems (TKMS) AG aus Emden, Kiel und Hamburg haben für den Erhalt der Arbeitsplätze auf den drei Werften demonstriert. "Thyssen-Krupp darf den zivilen Schiffbau an der Küste nicht sterben lassen", sagte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste, auf der Kundgebung vor dem Werkstor der zu TKMS gehörenden Werft Blohm + Voss in Hamburg. Sie forderte das Unternehmen auf, seiner Verantwortung für die insgesamt 5.200 Beschäftigten in Norddeutschland weiterhin gerecht zu werden.

"Wir sind nicht gegen die Neuausrichtung auf den Offshore-Bereich. Wir werden aber nicht zulassen, dass Thyssen-Krupp den Standort Emden mit dem Verkauf der Nordseewerke faktisch aufgibt" (Jutta Blankau, Vorsitzende IG Metall Küste)

Blankau: Auf dem Weg zum nationalen Rüstungskonzern

"Wir sind nicht gegen die Neuausrichtung auf den Offshore-Bereich. Wir werden aber nicht zulassen, dass Thyssen-Krupp den Standort Emden mit dem Verkauf der Nordseewerke faktisch aufgibt", so die Gewerkschafterin. Der Verkauf der HDW-Gaarden bedeute außerdem das Aus für den zivilen Schiffbau in Kiel. Und auch der Yachtbau bei Blohm + Voss in Hamburg stehe in Frage, weil das Unternehmen weiterhin auf der Suche nach neuen Investoren sei, erklärte Blankau. "Damit läuft alles auf einen nationalen Rüstungskonzern hinaus. Ein solches Konstrukt ist jedoch nicht tragfähig, weil sich Auslastungslücken im militärischen Bereich nicht mehr ausgleichen lassen", sagte die IG Metall-Bezirksleiterin.

Kritik an Hau-Ruck-Aktion

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von TKMS, IG Metall-Bezirkssekretär Heino Bade, kritisierte das Management des Unternehmens scharf: "Die Arbeitnehmer sollten vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Das von Thyssen gesetzte Diktat, bis zum 30. September über den Verkauf zu entscheiden, ist inakzeptabel. Wir brauchen mehr Zeit, um die Konzepte mit der nötigen Sorgfalt zu prüfen", so der Gewerkschafter über die Hau-Ruck-Aktion des Mutterkonzerns.

(Redaktion)


 


 

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