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Weser-Stadion

Kosten für Umbau schießen in die Höhe

Ob Weser-Tower, Elbphilharmonie oder andere große Bauprojekte in der Republik: am Ende fallen die Baukosten meist weit höher aus, als zuvor veranschlagt. Dieser Fall ist nun auch beim Umbau des Weser-Stadions in Bremen eingetreten. Am Dienstag bekannte sich Werder-Chef Klaus Allofs weiter zum Projekt.

Der Umbau des Weser-Stadions verteuert sich demnach um ca. 16 Millionen Euro. Dies hat Werders Vorsitzender der Geschäftsführung Klaus Allofs im Verlauf der Mitgliederversamlung des SV Werder Bremen am Montag einräumen müssen.

Die Budgetüberschreitung sei weiterhin durch "zeitbedingte bauübliche Kostensteigerungen", die winterbedingte Bauzeitverlängerung in der Westkurve und erhöhte Kosten für die Erstellung von Provisorien zur Sicherung des Spielbetriebs  entstanden. Letzteres u.a. wegen des frühen Champions League Qualifikationsspieles gegen Genua. sowie Auch zusätzlich notwendige Feuer-, Brand- und Hochwasserschutzmaßnahmen schlugen demnach mit Mehrkosten zu Buche. Die Finanzierung, auch der Mehrkosten, wird durch die Bremer Weser-Stadion GmbH (BWS) geleistet.

"Wir sind darüber natürlich nicht glücklich." (Klaus Allofs, Präsident von Werder Bremen)

"Wir sind darüber natürlich nicht glücklich, aber wir standen vor der Frage, ob wir das bereits im März 2008 festgelegte Budget strikt einhalten, oder diverse neue Erkenntnisse verarbeiten und damit die Chancen und Möglichkeiten des Umbaus optimal nutzen wollen.", rechtfertigte Allofs am Dienstag einen Teil der Mehrkosten.

Umfangreiche Modernisierung geplant

Künftigt wird das Stadion eine den Uefa-Regulatien entsprechende eine elektronische Zutrittskontrolle, ein bargeldloses Bezahlsystem, die Integration des Ticketing- und Akkreditierungssystems sowie eine zeitgemäße technische Ausstattung erhalten. Des Weiteren wurden das Konzept für für die Hospitalitybereiche im Westen und Osten nachgebessert. Hiervon erhofft man sich bessere Erträge aus dem Stadionbetrieb.

Alle zur Verfügung stehenden neuen Plätze im Westen sind nach Angaben des SV Werder bereits verkauft und auch im Osten sei die Nachfrage bereits schon sehr groß, obwohl der Verkauf dort noch nicht begonnen habe.

Allofs: Keine Auswirkungen auf den Kader

Kritische Stimmen befürchteten in den letzten beiden Tagen, dass die Kostensteigerungen beim Stadion-Umbau auch die Zusammenstellung der Mannschaft beeinflussen könnten. Auch wenn der Umbau des Weser-Stadions mit ganz gewöhnlichen Kostensteigerungen verbunden ist, unterscheidet eben dies einen Fußballclub wie Werder Bremen von anderen Bauherren. "Diese Verteuerung beeinflusst in keiner Weise das operative Geschäft von Werder Bremen und wirkt sich daher auch nicht auf die Qualität des Kaders aus," betonte Allofs allerdings am Dienstag.

(Redaktion)


 


 

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