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Wiedeking wusste erst spät über die finanziellen Probleme bei Porsche Bescheid

Der Porsche-Chef Wendelin Wiedeking war der Topmanager schlechthin. Mit seinen Erfolgen glänzte er in der Öffentlichkeit. Gerne ließ er sich feiern, auch mit Zigarre zwischen den Zähnen fotografieren. Kollegen zollten ihm mehr oder weniger neidvoll Respekt, und auch in der Politik hatte sein Wort Gewicht. Der Mann, der die Marke Porsche wiederbelebte, beherrschte sein Metier. Ein Ausnahmemanager? Aus heutiger Sicht wäre das alles wohl zu viel des Lobes.

 Wiedekings Eingeständnis, zu spät über die finanzielle Schieflage bei Porsche informiert gewesen zu sein, entsetzt Beobachter. Hat er sich zu wenig um seine Firma gekümmert? Warum wurde er nicht eher informiert? Wiedekings Ansehen bekommt Kratzer. Auch der Machtkampf, den er sich mit dem VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch liefert, erscheint mit einem Mal in einem anderen Licht. Der VW-Patriarch, der auch Porsche-Miteigentümer ist, drängt Wiedeking, die Finanzen bei Porsche in Ordnung zu bringen. Das ist leichter gesagt als getan: Porsche drücken Milliardenschulden. Und das nur, weil Wiedeking die Übernahme des VW-Konzerns extrem viel Geld wert war. Wiedeking hat gezockt - und darüber das Wohl seiner Firma aus den Augen verloren.

(ots / Westfalen Blatt)


 


 

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