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Wilhelmshaven

Beschädigte MSC Flaminia am Jade-Weser-Port eingetroffen

Die MSC Flaminia ist am späten Sonntagnachmittag im Jade-Weser-Port Wilhelmshaven eingelaufen. Frankreich und Großbritannien hatten dem Schlepperverband aus Sorge vor Umweltrisiken zuvor kein Einlaufen in einen ihrer Häfen gestattet. Das havarierte Schiff ist mit Gefahrgut beladen. An Bord hatte es Explosionen und einen Brand gegeben.

Von Onur Yamac

Der Schlepperverband mit dem beschädigten Containerschiff hatte am Samstag in der Tiefwasser-Reede vor Helgoland einen Stopp eingelegt, damit der Zustand des Schiffes inspiziert werden konnte.

 Experten der Analytischen Task-Force des Havariekommandos nahmen an Bord Luft, Wasser- und Wischproben und überprüften die Stabilität des Schiffes sowie die Dichtigkeit des Rumpfes. Der Schleppverband mit dem beschädigten Containerschiff konnte daraufhin seine Fahrt nach Wilhelmshaven fortsetzen. Begleitet wurde die MSC Flaminia permanent von zwei Bundespolizei-Schiffen und einem Seenotkreuzer der DGzRS.

Einlaufen in Wilhelmshaven verlief problemlos

Zwischen 17.30 und 17:45 Uhr am Sonntag erreichte die MSC Flaminia schließlich ihren Zielhafen, den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Zuvor war jeweils ein Lotse an Bord des beschädigten Containerschiffs und eines Schleppers gegangen. Vor der Pier in Wilhelmshaven wurde das havarierte Containerschiff gedreht und liegt nun mit dem Bug Jade-auswärts. Nach Angaben der verantwortlichen Reederei verliefdas Einlaufen in den Hafen ohne besondere Vorkommnisse.

In den kommenden Tagen sollen zur Vorbereitung der Bergungsarbeiten zunächst weitere Untersuchungen an Bord der MSC Flaminia durchgeführt werden, damit an Bord gehende Einsatzkräfte gefahrlos arbeiten können.  Auch die Brandursache soll zeitgleich ermittelt werden. Dies kann nach Angaben des Havariekommandos in Cuxhaven bis zu einer Woche andauern. Wenn das geschehen ist, wird die zuständige Staatsanwaltschaft mit der Suche nach dem weiterhin vermissten Seemann beginnen. Erst danach kann mit der Entladung des havarierten Frachters beginnen. Bei dem Brand an Bord war ein Bestazungsmitglied ums Leben gekommen.

Über 2.800 Container waren an Bord  

Die MSC Flaminia fährt unter deutscher Flagge. Bereedert wird das Schiff von der Reederei NSB Niederelbe Schifffahrtsgesellschaft in Buxtehude. Betrieben wird das vercharterte Containerschiff von der Mediterranean Shipping Company (MSC).

Die MSC Flaminia hatte über 2.800 Standardcontainer an Bord von denen etwa die Hälfte beschädigt wurden. Nach Angaben der Reederei waren 151 Container der Ladung als Gefahrgut deklariert. Genauere Angaben zur Ladung wurden offiziell bislang nicht gemacht.

An Bord waren zum Zeitpunkt der Havarie 23 Mann, darunter 3 polnische, 15 philippinische und fünf deutsche Staatsbürger sowie zwei Passagiere.

Nach dem Feuer an Bord im Juli 2012 war die havarierte MSC Flaminia wochenlang umhergeirrt, weil kein Land das Schiff anlaufen lassen wollte. Ende August 2012 erklärte sich schließlich Deutschland bereit, das Schiff in Wilhelmshaven einlaufen zu lassen.

(Red. / oy)


 


 

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