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Wilhelmshaven

Entladungskonzept für havarierte MSC Flaminia steht

Das Entladungskonzept für die havarierte MSC Flaminia steht. Das teilt das Havariekommando in Cuxhaven mit. Das unter deutscher Flagge fahrende Containerschiff war nach einer Irrfahrt durch den Atlantik kürzlich schwer beschädigt in den Jade-Weser-Port nach Wilhelmshaven geschleppt worden. An Bord hatte es mehrere Explosionen und einen Brand gegeben.

Nach Angaben des Havariekommandos sollen zuerst die Aufbauten der MSC Flaminia gereinigt werden. Experten des Havariekommandos, der betroffenen Reederei und der Behörden hätten dies vor Ort entschieden. Alle Kabinen und Arbeitsbereiche in den Aufbauten werden demzufolge einer gründlichen  Reinigung unterzogen.

Die Arbeiten sollen noch in dieser Woche beginnen und insgesamt rund 5 Tage andauern. Sollte dann ein Zustand hergestellt worden sein, der die Freigabe der Kabinen und Arbetsbereiche erlaubt, werden diese für den  täglichen Betrieb freigegeben. Grund hierfür sind Auflagen im Hinblick auf den Arbeitsschutz für die vor Ort eingesetzten Arbeiter.

Beschdigte Container werden in Wanne entladen

Das vom Germanischen Lloyd aufgestellte Entladungskonzept sieht vor, dass an Bord befindliche Container und Löschwasser gleichermaßen entladen werden, damit die Stabilitt des Schiffes gewährleitet bleibt. Vorrang haben demnach jene Container, bei denen eine erhöhte Temperatur festgestellt worden ist. Auch nach dem Einlaufen in Wilhelmshaven hatte es an Bord Nachlöscharbeiten gegeben, da sich noch heiße Container an Bord befanden, deren Inhalt Feuer gefangen hatte.

Nach den regulären Containern sollen nach Möglichkeit die Gefahrgutcontainer folgen. Ihre Anzahl hat sich laut Havariekommando  durch die Untersuchungen an Bord und dem Abgleich mit der Ladungsliste, des Stauplanes und der Gefahrgutliste auf 153 erhöht. Die beiden zusätzlichen Container enthalten demnach Fahrzeugteile und Kosmetikartikel. Beschädigte Container sollen zudem in einer Art Wanne von
Bord geholt werden, um auslaufende Stoffe aufzufangen. 

An den Beratungen und Analysen an Bord der MSC Flaminia waren bislang zahlreiche Behörden und Organisationen beteiligt, darunter die Bundespolizei, die Berufsgenossenschaft , das Havariekommando, die Feuerwehr, der Germanische Lloyd und ein Expertenteam des Bonner Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Die Anlegestelle ist weiterhin als Sperrbereich der Staatsanwaltschaft ausgewiesen. Die Ursache für die Explosionen und den folgenden Brand an Bord ist weiterhin unklar.

(Redaktion)


 


 

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