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Wilhelmshaven

Jadewirtschaft in hervorragender Verfassung!

AWV-Konjunkturumfrage: Unternehmen auf Wachstumskurs – über 300 neue Arbeitsplätze


„Die Unternehmen des Jade Wirtschaftsraum präsentieren sich in guter Verfassung“, dies verkündete Tom Nietiedt, Präsident des Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbandes Jade e.V. auf der Pressekonferenz anlässlich der Frühjahrskonjunkturumfrage, an der sich 64 Unternehmen mit rund 11.500 Beschäftigten beteiligt haben. Diese gute Verfassung ist auf volle Auftragsbücher und schon z.T. grenzwertig hoher Kapazitätsauslastung zurück zuführen. 85% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Situation verbessern wird bzw. gleichbleibend gut sein wird. Hieran anknüpfend und erfreulich ungebrochen ist die hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen, von denen über 90% ihr Investitionsvolumen noch weiter erhöhen wollen.

Ebenfalls ungebrochen hoch ist der Personalbedarf der Unternehmen im Jade Wirtschaftsraum. Allein durch die 64 befragten Unternehmen werden über 300 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen. „Um diese neuen Arbeitsplätze besetzen zu können benötigen wir dringend qualifizierte Fachkräfte und an dieser Verfügbarkeit mangelt es noch“, so AVW-Jade Vizepräsident Thomas Bruns. Dies beklagen auch 65% der an der Umfrage beteiligten Unternehmen. Etwas positiver stellt sich die aktuelle Verfügbarkeit von Auszubildenden dar. Hier beschreiben 61% der befragten Unternehmen die Situation als gut bzw. befriedigend. Dennoch bewerten 39% die Verfügbarkeit als unbefriedigend bzw. schlecht.

Das noch im Herbst 2015 sehr positiv belegte Thema „Flüchtlinge“, von dem sich noch im November 2015 rund 90% der Unternehmen großes Potenzial an Fachkräften versprachen, hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten. So stellen Sprachprobleme, fehlende und nicht anerkannte Qualifikationen und unsichere Aufenthaltsstatus die Unternehmen vor nicht zu unterschätzende Integrationshemmnisse.
„Das zeigt uns, dass die Informationslage und Betreuung von Flüchtlingen und auch von Unternehmen weiter verbessert werden muss“, so AWV-Jade Vizepräsident Heiko Eibenstein. Erfreulicher Weise gehen nach wie vor 67% der Unternehmen davon aus, Flüchtlinge als zukünftige Mitarbeiter für ihre Unternehmen gewinnen zu können.
Hinsichtlich der Entwicklung des Jade-Wirtschaftsraumes, insbesondere mit dem Ziel von Unternehmensneuansiedlungen sehen die Unternehmen die kommunale Steuerpolitik als „Standortfaktor“ z.T. sehr kritisch.
Übereinstimmende 95% der befragten Unternehmen halten die Hebesatzhöhen von Grundsteuer B und Gewerbesteuer für maßgeblich bei der Beurteilung der Standortattraktivität.
„Konkret bedeutet dies, dass Unternehmen Investitionen in ihren bisherigen Standort, aber auch Neuansiedlungen in nicht unerheblichem Maße von der Höhe der beiden Steuersätze abhängig machen“, so AWV-Jade Hauptgeschäftsführer Jasper Strauß.

Das überregionale Ergebnis der Umfrage bei der Gewerbesteuer zeigt, dass 63% diese als zu hoch empfinden und 33% als angemessen.
Ein erheblich differenziertes Bild zeigt sich beim kommunalen Vergleich. Bewerten in Wittmund nur ein Viertel der Unternehmen die Gewerbesteuer als zu hoch, so ist es in Friesland schon gut über die Hälfte. In Wilhelmshaven hingegen empfindet über 70% der Unternehmen die Gewerbesteuer als zu hoch.

Etwas ausgewogener fällt die überregionale Bewertung der Grundsteuer B aus, wo 55% der Unternehmen diese als zu hoch und 45% als angemessen bewerten.
Jedoch driften die kommunalen Bewertungen stark auseinander. Bewerten nur 15% der wittmunder Unternehmen die Grundsteuer B als zu hoch, so sind es in Friesland gut 40%. In Wilhelmshaven hingegen bewerten über 80% die Grundsteuer B als zu hoch.

Der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband Jade e.V. vertritt mit seinen rund 340 Mitgliedsunternehmen die wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung. In den Gebietskörperschaften Wilhelmshaven, Friesland und Wittmund stehen die AWV-Mitglieder für über 30.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse.

(Redaktion)


 


 

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