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6. auf den 7. Dezember 2010

Verkehrsbehinderungen durch Super-Schwertransport in Wilhelmshaven

Bereits im November 2010 berichtete business-on.de darüber, dass sich im Siemens-Werk Nürnberg ein Koloss auf den Weg in den Nordwesten gemacht hatte. Wie so häufig, konnte auch bei diesem Schwertransport der Zeitplan nicht ganz eingehalten werden. In wenigen Tagen erreicht er nun Wilhelmshaven. Bestimmungsort ist das Kohlekraftwerk von GDF Suez.

In der Nacht von Montag, den 6. Dezember 2010 auf Dienstag, den 7. Dezember 2010 wird der wohl größte jemals in Wilhelmshaven durchgeführte Schwertransport über die Straßen des Stadtgebietes rollen.

Super-Transport in Nürnberg gestartet

Die Fahrtroute des Schwerlasttransportes der Superlative führte bisher vom Siemens-Werk zum Nürnberger Binnenhafen, wo der Trafo auf einen Roll-on-Roll-off-Ponton (Ro-Ro) verladen wurde und von dort über den Rhein-Main-Donaukanal nach Dordrecht und Delfzijl in Holland. Danach ging es weiter über die Nordsee nach Wilhelmshaven, wo der Transformator vom Landeshafen zu seinem Einbauort auf die Baustelle des Steinkohlekraftwerks von GDF Suez gebracht wird.

Der Schwerlasttransport mit den Ausmaßen von insgesamt 102 m Länge, 5,5 m Höhe, 4,4 m Breite und einem Gewicht von 870 Tonnen wird während der Fahrt von Einsatzkräften der Polizei Wilhelmshaven begleitet. Dabei ist der Transformator in ein spezielles Gestell eingespannt, von dem aus das Gewicht auf zwei Fahrwerke mit jeweils 20 Achsen verteilt wird. Er wird nach Polizeiangaben von zwei Zugfahrzeugen gezogen bzw. geschoben, deren Maschinen jeweils eine Leistung von 500 kW auf die Straße bringen. Zusätzlich sind in den Fahrwerken noch zwei Antriebsachsen mit je 147 kW verbaut, so dass insgesamt 1.294 kW zur Verfügung stehen, um die 870 Tonnen zu bewegen. 

Transport beginnt am Lüneburgkai

Der Transportweg führt vom Lüneburgkai über Friesendamm, Ölhafendamm, Mühlenweg, Gökerstraße, Freiligrathstraße zur Preußenstraße. Hier kann die Autobahnbrücke nicht unterfahren werden. Deshalb wird die Autobahn A 29 nach Polizeiangaben gesperrt und die Mittelleitplanke abgebaut. Hierdurch wird es ermöglicht, dass der Transport über die Abfahrt Fedderwardergroden hinauf auf die Autobahn gelangen, die Bahn queren und die Auffahrt wieder hinunter auf die Preußenstraße fahren kann.

Um auf die Autobahn fahren zu können, muss vor dem Transport die Mittelinsel der Preußenstraße in Wilhelmshaven mit Rampen und Platten überbaut werden, wozu die Preußenstraße vom Kreuzelwerk bis zur Autobahnbrücke nach den derzeitigen Planungen von ca. 21:00 Uhr bis 24:00 Uhr voll gesperrt werden muss.

Auf der Preußenstraße geht es weiter bis zur Kniprodestraße, von dort zur Flutstraße bis zur Posener Straße, über die Eisenbahnbrücke zum Infocenter des Jade-Weser-Port und dann zur Kraftwerksbaustelle.

Mehrere Ampelmasten werden abgebaut

Die beschriebenen Ausmaße des Transportes machen es laut Polizei erforderlich, dass Ampelsignalmasten zeitweise abgebaut werden. Betroffen sind die Signalanlagen Mühlenweg / Gökerstraße und die Signalanlage Posener Straße / Flutstraße, die zwischenzeitlich abgeschaltet werden. Ebenso seies möglich, dass es durch den Schwertransport zu Behinderungen im Öffentlichen Personennahverkehr kommen könne, so die Polizei weiter.

Der Transportbeginn ist für 20:00 Uhr geplant, das Eintreffen auf der Baustelle ist für 3:00 Uhr vorgesehen. Die Stadt Wilhelmshaven und Polizei weisen darauf hin, dass sich die geplante Transportzeit aus witterungsbedingten oder technischen Gründen noch kurzfristig verschieben kann. Insbesondere der gerade erst eingetretene Wintereinbruch bringt viele Tücken mit sich. Solche Transporte seien Zentimeterarbeit und verlangten sehr viel Vorbereitung und Sicherungsmaßnahmen, führt daher auch Polizeisprecher Markus Wallenhorst aus und bittet die Verkehrsteilnehmer um Rücksichtnahme.

(Redaktion)


 


 

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