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Wilhelmshaven

Polizei warnt Senioren eindringlich vor "Enkeltrick"

Die Polizei warnt vor Betrügern, die derzeit ihr Unwesen treiben und durch den sogenannten "Enkeltrick" versuchen, gerade ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger um ihr erspartes Geld zu bringen. Auch ein aktuelles Beispiel hat man bei der Polizei gleich zur Hand.

Eine 74-jährige Dame erhielt jetzt zur Mittagszeit einen Anruf, bei dem die Telefonnummer des Anrufers nicht angezeigt wurde. Der männliche Anrufer sprach sie dabei gleich als Tante an, ohne seinen eigenen Namen zu nennen. Die Frage der Dame, wer denn dort anrufe, wurde sogleich geantwortet mit: "überleg doch mal". Da die 74-jährige vermutete, dass es sich um eines ihrer Patenkinder aus Bremen handeln könnte, fragte sie, ob, der Anrufer aus Bremen komme. Der Anrufer bestätigte dies und entlockte der Frau im Folgenden weitere Informationen, so dass er gleich in die Rolle des vermuteten Patenkindes schlüpfen konnte und die Frau in ein harmloses Gespräch verwickelte.

Nach dieser Einführung schilderte er nach Angaben eines Sprechers der Wilhelmshavener Polizei, dass er dringend Geld benötige. Er sprach demnach davon, sich 10.000 Euro leihen zu wollen, habe aber telefonisch zugesagt, den Betrag am darauffolgenden Tag sofort zurück zu zahlen. Erst als die 74-jährige erklärte, sie habe nicht so viel Geld, wurde das Gespräch von Seiten des Anrufers schnell beendet.

Senioren werden meist um fünfstellige Beträge gebracht

Die geschilderte Handlung entspricht nach Polizeiangaben der Vorgehensweise von sogenannten "Enkeltrick"-Betrügern. Ziel des Gespräches ist es demnach, zunächst Informationen zu gewinnen. Der Anrufer schlüpft am Telefon in die Rolle des Verwandten. Im weiteren Verlauf folgt dann eine Notlage, wegen der angeblich dringend Geld benötigt wird. Die Angerufenen fühlen sich durch die Forderungen häufig unter Druck gesetzt und wollen ihrem Verwandten naturgemäß helfen. Statt des Verwandten holt dann aber meist ein angeblicher "Freund" das Geld ab, weil der angebliche "Enkel" selbst nicht erscheinen kann, um nicht selbst aufzufliegen. Die Hilfsbereitschaft überwiegend älterer Menschen wird  hierbei häufig schamlos ausgenutzt, die Opfer meist um  fünfstellige Beträge gebracht, so die Polizei.

Cover-Bild: Andreas Morlok / pixelio.de

(Redaktion)


 


 

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