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Wincor Nixdorf will Stellen abbauen

Geldautomaten-Hersteller spürt Banken-Zurückhaltung wegen Euro-Krise

Der Geldautomatenhersteller Wincor Nixdorf rechnet angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten mit schwierigen Zeiten und erwägt einen weiteren Stellenabbau in Deutschland. Die sich abschwächende Konjunktur und die Schuldenkrise im Euro-Raum drückten vor allem bei den europäischen Banken auf die Investitionsbereitschaft, sagte Vorstandschef Eckard Heidloff am Mittwoch in Düsseldorf.

"Diese Entwicklung auszugleichen, wird selbst mit gutem Wachstum in Schwellenländern nicht einfach", merkte Heidloff an. Europa ist mit einem Anteil von 75 Prozent am Konzernumsatz die wichtigste Region für das Paderborner Unternehmen, das auch Kassensysteme für den Handel herstellt und in diesem Segment weltweit eigenen Angaben zufolge die Nummer zwei ist.

Angesichts der Turbulenzen im Euro-Raum gab Wincor Nixdorf erstmals keine Prognose für das aktuelle, im Oktober begonnene Geschäftsjahr ab. Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis seien ebenso möglich wie Zuwächse, sagte Heidloff. Im Geschäftsjahr 2010/2011 (30. September) konnte das Unternehmen zwar den Umsatz zum Vorjahr um vier Prozent auf den Rekordwert von 2,32 Milliarden Euro verbessern. Das Betriebsergebnis ( Ebit ) stagnierte aber bei 162 Millionen Euro.

Wachstumsbringer Schwellenländer

Hoffnung setzt Wincor Nixdorf auf die Schwellenländer in Osteuropa, der Asien-Pazifik-Region sowie Russland, China und Südamerika. Deren Anteil am Konzernumsatz soll von heute 25 Prozent auf 30 Prozent in der nächsten fünf Jahren steigen. Allein der Markt für Geldautomaten wachse in den Schwellenländern derzeit um sechs Prozent jährlich gegenüber zwei Prozent in den westlichen Industrieländern.

Wie hoch der weitere Stellenabbau in Deutschland ausfallen könnte, ließ Heidloff offen: "Es gibt noch keine definitive Entscheidung, aber tendenziell wird die Zahl eher sinken als steigen." In 2010/2011 war die Zahl der Inlands-Arbeitsplätze bereits um 121 auf 3.985 geschrumpft, während sie in den Regionen Asien, Pazifik und Afrika um 134 Mitarbeiter auf 1.734 zulegte. Weltweit zählte Wincor Nixdorf 9.171 Beschäftigte - 138 weniger als im Jahr zuvor.

(dapd )


 


 

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