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Spitzencluster-Wettbewerb

Neustart mit dem Windpower-Cluster

Vor wenigen Tagen hat das neue Windkraft-Netzwerk "Windpower Cluster" seine Bewerbung bei der dritten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) eingereicht. Die Initiative von in den erneuerbaren Energien engagierten Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen startet damit einen Neuanlauf.

Bereits im Jahr 2009 war unter dem Namen "Germanwind" unter der Federführung der Windenergie-Agentur Bremerhaven/Bremen e.V. (WAB) eine Bewerbung für rund 150 Unternehmen eingereicht worden. 200 Millionen winkten für die Netzwerk-Partner. Sie verlief trotz des hochaktuellen Themas im Sande. Dennoch: Germanwind lebt weiter in der Rechtsform einer GmbH, die künftig die Clusteraktivitäten des Windpower-Clusters koordinieren wird.

Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter der Windenergie-
Agentur WAB, mit deren Geschäftsführer in Personalunion Ronny Meyer. Die Clusterkoordination erfolgt in enger Abstimmung mit Stephan Barth, Geschäftsführer von ForWind an der Uni Oldenburg  sowie mit Prof. Andreas Reuter von Fraunhofer IWES.

Neuausrichtung auf Offshore-Windkraft

Im Februar 2011 bekannte bereits Bremens Umweltsenator Reinhard Loske (Grüne) bei der Jahrespressekonferenz der Metropolregion Nordwest, dass man bei einer erneuten Förderrunde eine stärkere Fokussierung auf das Thema Offshore-Windkraft anstrebe. Bei der letzten Bewerbungsrunde war weitestgehend die gesamte im Nordwesten beheimatete Windenergiebranche abgebildet worden. Zu viel des Guten, wie einzelne am Projekt Mitwirkende im Nachinein bekannten.

Das WindpowerCluster will sich diesmal mit innovativen Ansätzen zur Beschleunigung des Ausbaus der Offshore-Windenergie an den Start gehen. Dabei soll es neben der Technologieentwicklung, der Logistik und der Qualifizierung auch um die Optimierung von Prozessketten bei der seriellen Fertigung von Bauteilen von Windenergieanlagen, aber auch um inteligente Stromnetze gehen.

100 Mio. Euro Fördervolumen

Die aktuelle Spitzencluster-Runde hat ein Fördervolumen von 100 Mio. Euro. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine Eigenbeteiligung von Unternehmen von mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten vorausgesetzt. Wer vom Geld profitieren will, muss also auch selbst welches investieren, so einer der Grundsätze des Wettbewerbs.

„Wir haben unsere Antragsskizze zum Ausbau des Offshore-Marktes pünktlich abgegeben und 120 Unternehmen aus Wirtschaft und Wissenschaft mit im Boot, die ein Projektvolumen von 100 Millionen Euro einbringen wollen“, so der Verantwortliche für die  Bewerbung, Prof. Dr.-Ing. Andreas Reuter. Die Antragsstellung des WindPowerClusters wird von den Ländern Niedersachsen und Bremen gefördert und finanziell unterstützt. Auch das hatte Senator Loske im Februar bestätigt. Laut Loske sind am Netzwerk rund 300 Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen beteiligt, ein Großteil davon aus Bremen und Bremerhaven, jedoch auch zahlreiche Unternehmen aus Oldenburg. Insgesamt reicht die Clusterregion jedoch bis nach Emden, wo ebenfalls zahlreiche Unternehmen aus der Offshore-Winenergiebranche ihren Sitz haben bzw. Standorte unterhalten.

Wanka: Bewerbung ist Chance

„Die Teilnahme am Wettbewerb bietet die große Chance, sich mit einem unverwechselbaren Kompetenzprofil international noch stärker zu etablieren und die Anziehungskraft des Wissenschaftsstandortes Niedersachsen weiter zu erhöhen“, so die Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka.

Bereits Anfang Juni 2011 soll die Entscheidung fallen, ob der Windpower-Cluster in die 2. Wettbewerbsrunde kommt. 

Der WindpowerCluster wird zudem vom 4. bis 8. April 2011 auch auf der Hannover Messe vertreten sein. Informationen sind erhältlich am Gemeinschaftsstand der WAB (Halle 27, F24), sowie am Stand der Fraunhofer-Zentrale (Halle 2, D12/D18) und des Fraunhofer Netzwerks Windenergie/Fraunhofer IWES in (Halle 27, H24).

(Redaktion)


 


 

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Windenergie-Agentur WAB

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