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Pauschalreisen werden im Winter teurer

Branchengröße Rewe stimmt Kunden auf langfristig steigende Rechnungen ein

Wer im Winter in die Sonne will, muss mehr zahlen: Zwei der drei größten deutschen Reisekonzerne haben Preiserhöhungen angekündigt. Rewe-Touristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) verlangt von den Kunden für die Wintersaison 2011/2012 durchschnittlich 2,5 Prozent mehr. Marktführer TUI hat Preiserhöhungen von zwei Prozent für den Mittelmeerraum und vier Prozent für Fernreisen angekündigt.


Von Claus-Peter Tiemann

Rewe-Touristikchef Sören Hartmann stimmte die Kunden auf langfristig teurere Pauschalreisen ein, weil der Ölpreis das Fliegen immer kostspieliger mache.

"Ein drastisch ansteigender Ölpreis wird auch Auswirkungen auf die Reisepreise haben", sagte Hartmann am Dienstag in Hamburg, wo Rewe-Touristik seine Pläne für die Wintersaison vorstellte. Je länger der Flug zum Urlaubsort sei, desto teurer werde die Reise, kündigte er an. Das günstigste Sonnen-Ziel nach dem reinen Flugpreis sei Mallorca, sagte er. Hartmann begründete die Anhebung der Winterpreise mit höheren Kerosinkosten und der Luftverkehrsabgabe.

Damit folgt Rewe in der Preispolitik dem Marktführer TUI, der bereits Ende Juni Anhebungen um durchschnittlich zwei Prozent in der Mittelstrecke und bei Fernzielen im Durchschnitt von vier Prozent angekündigt hatte. TUI verwies damals auf höhere Kosten für Kerosin, Lebensmittel und Energie sowie schlechtere Wechselkurse.

In den ersten acht Monaten des Touristikjahres 2010/11, das am 31. Oktober begonnen hatte, stieg die Gästezahl der Rewe-Touristik im Vorjahresvergleich um zwei Prozent. Der Umsatz lag im selben Zeitraum um vier Prozent über dem Vorjahreswert, wie Geschäftsführer Hartmann mitteilte.

Der Manager gab sich sicher, dass die Touristik-Tochter von Rewe das für das Jahr 2014/2015 gesteckte Ziel einer Umsatzrendite von zwei Prozent erreichen werden. Den aktuellen Stand wollte er nicht nennen und sprach von "stabil über dem letzten Jahr" liegenden Ergebnissen.

Die Querelen in Nordafrika haben Rewe, nach eigenen Angaben der größte Tunesien-Veranstalter, einen einstelligen Millionenbetrag gekostet. Während die Urlauber sich inzwischen wieder nach Ägypten trauen, hat Tunesien laut Hartmann den Rückstand noch längst nicht aufgeholt. Nach seinen Angaben winken aber in beiden Ländern noch bis Jahresende Rabatte bis zu 40 Prozent. Bei anderen Urlaubsländern aber sieht er keine großen Chancen auf Last-Minute-Schnäppchen.

(dapd )


 


 

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