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Niedersachsen

Kein Streusalz mehr lieferbar - kaum noch Winterdienst auf den Autobahnen

Durch Streusalz-Mangel kam es in der vergangenen Zeit immer wieder zu Sperrungen von Kreis- und Landstraßen. Am Dienstagabend wurde bekannt, dass nun auch auf den Autobahnen im Nordwesten das Streusalz auszugehen droht. Das Transportgewerbe muss sich auf harte Straßenverhältnisse einstellen. Wichtige Verkehrsachsen sind betroffen.

Die Halle der Oldenburger Abfallwirtschaftsbetriebe (AWB)  war am Silvestertag (31.12.) mit 350 Tonnen Streusalz "rappelvoll", wie AWB-Werksleiter Arno Traut betont. Um gegenüber der werktätigen Bevölkerung nicht mit leeren Streusalzbehältern da zu stehen, orderte der vorausschauende Planer am Morgen des 2. Januar sicherheitshalber 200 Tonnen nach. Zugesagt war vom Hersteller eine Lieferfrist von 48 Stunden. Dann passierte nichts. Erst auf Nachfrage lieferte man dem verdutzten Oldenburger  - genau 48 Stunden später - eine Antwort: Nur noch Autobahnmeistereien würden beliefert. Zwar hatte zuvor bereits die Hansestadt Bremen von Lieferengpässen gesprochen, aber nach einem Komplettausfall hörte sich das nicht an. Nun ist es amtlich.

Wilhelmshaven ruft "Streusalz-Notstand" aus

Auch Wilhelmshaven musste am Dienstag offiziell den "Streusalz-Notstand" ausrufen. Dort muss der Winterdienst massiv eingeschränkt werden. Auf "unbestimmte Zeit ", wie es in einer Erklärung des städtischen Eigenbetriebs "Straße und Grün" heißt. Hier wird es nur noch einen Winterdienst auf den Hauptverkehrsstraßen geben. Solange der Vorrat reicht, versteht sich. Vielfach weicht man bereits auf die aus Sicht von Fachleuten wesentlich schlechtere Alternative Sand aus. Die Frage nach dem "Wie" bei der Beschaffung von Streusalz beschäftigt in diesen Tagen zugleich nahezu alle Kommunen von Garmisch-Partenkirchen bis Flensburg und von Aachen bis Frankfurt/Oder. 

Hersteller: Verlegener Brief an kommunale Räumdienste

Gegenüber den Wilhelmshavenern hatte man seitens des Herstellers in einem verlegenen Brief die prioritäre Belieferung der Autobahnmeistereien als Grund für den Lieferengpass angeführt (siehe Kasten). Doch am späten Dienstagabend teilte die Autobahnpolizei im ostfriesischen Leer überraschend mit, dass es mittlerweile auch mit der  Belieferung der Autobahnmeistereien Schwierigkeiten gebe. Deshalb sei "bis auf Weiteres" (O-Ton) nur noch ein eingeschränkter Winterdienst möglich.

Betroffen sind hiervon die Autobahnen A 31 (zwischen den Anschlussstellen Papenburg und Emden West), die A 28 (Dreieck Leer bis Westerstede West) und die  A 280 (Dreieck Bunde bis Grenzübergang Niederlande). Die Autobahnmeisterei sieht sich auf diesen Streckenabschnitten nur noch imstande, die Hauptfahrstreifen und die Auf- und Abfahrten zu streuen. 

Streusalz-Produktion zusammengebrochen?

Die Produktion von Streusalz ist unter der enormen Last der Nachfrage offenbar komplett zusammengebrochen. Die Nachfrage nach dem raren Gut ist derzeit ebenso extrem wie das Wetter. Da reichte offenbar auch das bereits seit mehreren Wochen andauernde Mehrschichtensystem bei den Herstellern nicht mehr aus, um die Nachfrage auch nur annährend zu befriedigen. Transportunternehmen müssen sich deshalb in den kommenden Tagen auf noch härtere Verkehrsverhältnisse auf den wichtigen Verkehrsachsen im Nordwesten einstellen. Entwarnung geben die Meteorologen beim Deutschen Wetterdienst in Offenbach derzeit nicht. Für die kommenden Tage sagen sie weiterhin Frosttemperaturen voraus.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Kontakt
04.02.10 14:17 Uhr
Streusalz

Ich bin in der Lage rund 2000 Ton Sreusalz zu liefern durch eine Fa. die im Polen arbeitet.

 

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