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NLWKN-Maßnahmen zeigen Wirkung

Erster Lachs-Nachwuchs in der Wümme seit 1925

Erstmals seit Mitte der 20er-Jahre hat sich der selten gewordene Lachs in der Wümme wieder fortgepflanzt. Das teilt der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Den Beweis lieferte eine Kontrollbefischung durch Angler in einem renaturierten Abschnitt des Wümme-Nordarmes bei Fischerhude im Landkreis Verden.

Nach NLWKN-Angaben hatten die Angelvereine an der Wümme seit 1982 versucht, Lachs und Meerforelle wieder im Fluss anzusiedeln. Flankiert wurde dieser so genannte Initialbesatz durch Maßnahmen, die eine Durchgängigkeit des Gewässers für diese Wanderfische und andere Lebewesen gewährleisten: „So wurden unter anderem hohe Wehranlagen durch naturnahe Sohlgleiten aus Stein-Kies-Schüttungen ersetzt, die nicht nur die Wanderungen der Fische erlauben, sondern auch äußerst vielfältige Lebensräume und wertvolle Kinderstuben für zahlreiche Fischarten bilden", so Ralf Gerken vom NLWKN , der sich besonders stark für die Wiederansiedlung dieser Fischarten einsetzte und dem auch der Nachweis des Lachses gelang.

NLWKN: Plötzlich war der lachs wieder da

Vor allem an der oberen Wümme und ihren Nebenflüssen errichteten die Beteiligten zahlreiche Kiesschwellen, von denen insbesondere die Meerforellen bei der Eiablage profitierten, so dass die Bestände dieses Fisches sich letztlich positiv entwickeln konnten. Beim Lachs schienen die Bemühungen allerdings erfolglos zu bleiben, so dass die Angler den Besatz im Jahr 2005 einstellten. „Vermutet wurde damals, dass hohe Sandeinträge die auf kiesigem Grund abgelegten Eier überdecken und so zum Absterben

führen. Umso größer war nun die Überraschung der Beteiligten nach der Kontrollbefischung: offenbar hatte sich doch ein kleiner Lachsstamm in der Wümme etabliert. Kurt Brammer, Gewässerwart des Fischereivereins Fischerhude ist erfreut über den Fund des jungen Lachses.

Als dritte gefährdete Fischart profitiert auch das bis zu einen Meter lange Meerneunauge von den Renaturierungmaßnahmen an der Wümme. Im Wümme-Nord- und Mittelarm haben sie sich inzwischen wieder in solcher Zahl angesiedelt, dass das Dezernat für Binnenfischerei in Hannover diesem Gewässer eine herausragende Bedeutung beim Schutz dieser Art bescheinigte.

(Redaktion)


 


 

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