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Bremer Wirtschaftssenator kritisiert 20 Mio.-Euro-Kürzung für Y-Trasse

„So geht es nicht.“ Mit diesen Worten hat der Senator für Wirtschaft und Häfen, Ralf Nagel (SPD) die Ankündigung des Bundes bezeichnet, die ursprünglich geplanten Mittel für die Y-Trasse um 20 Million Euro zu kürzen.

„Der neue Bundesverkehrsminister hat bislang kein Bekenntnis zur Verbesserung der Infrastruktur in Norddeutschland abgelegt. Stattdessen werden Entscheidungen gegen die Interessen der Hafenstandorte verkündet." Dieses Signal sei bezüglich der künftigen Schwerpunktsetzung des Bundesverkehrsministers alarmierend, sagte Nagel.

Nagel: Priorität für Y-Trasse

Der Senator erinnerte daran, dass die norddeutschen Bundesländer erstmals eine gemeinsame Liste wichtiger Verkehrsprojekte erarbeitet haben. Diese „Ahrensburger Liste“ sei die Grundlage für eine bedarfsgerechte Entwicklung der Infrastruktur im kommenden Jahrzehnt, erklärte er. Innerhalb der norddeutschen Länder gebe es zudem eine große Übereinstimmung, dass diese Verkehrsprojekte vom Bund mit Priorität berücksichtigt werden müssten. Von einer guten Verkehrsanbindung sind insbesondere die Häfen abhängig.

Sollte der Transportweg Schiene zur Inbetriebnahme des Jade-Weser-Ports nicht mit Priorität ausgebaut worden sein, droht den Küstenländern in wenigen Jahren womöglich ein Verkehrsinfarkt: nicht nur mit LKWs verstopfte Straßen wären die Folge, sondern auch Personennzüge könnten dann in Trassenkonflikte mit Güterzügen geraten, die Güter von und zu den Häfen transportieren. Welche konkreten Auswirkungen die Mittelkürzungen des Bundes auf den Ausbau der Strecke haben, ist bislang nicht bekannt.

Nagel verwies aber darauf, dass die Prioritätensetzung für die Y-Trasse in Norddeutschland parteiübergreifend geteilt werde. So hätten sich auf einer Diskussionsveranstaltung in Hamburg am Mittwoch auch die verkehrspolitischen Sprecher der CDU und FDP-Bundestagsfraktionen die Kürzungen bei der Y-Trasse abgelehnt.

Position beziehen in Heidelberg

Gemeinsam mit Bremens Verkehrssenator Reinhard Loske (Grüne), will Nagel in Kürze bei der in Heidelberg stattfindenden Verkehrsministerkonferenz gegenüber Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die norddeutsche Position zur Y-Trasse noch einmal bekräftigen.

(Redaktion)


 


 

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