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1. Bremer Integrationsgipfel

Zahlreiche Empfehlungen und Wünsche an die Politik

Großer Andrang herrschte in den sechs Workshops. Die dort bei intensiven Diskussionen von den Teilnehmenden formulierten Wünsche und Anregungen wurden an Bürgermeister Jens Böhrnsen und Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (beide SPD) übergeben. „Ihre Anregungen werden in die weitere Arbeit der senatorischen Ressorts einfließen“, stellte die Senatorin in Aussicht. Bürgermeister Böhrnsen hatte sich bereits zuvor begeistert über die große Resonanz auf das Angebot des Integrationsgipfels gezeigt. Die Veranstaltung werde einen neuen Schub in die Debatte bringen.

Im Unterricht der Schulen sollen migrationsspezifische Themen aufgenommen werden, herausragende Ereignisse und Leistungen von Migrantengruppen in Curricula berücksichtigt werden. Das ist eines der Ergebnisse aus dem Workshop „Schule in der Einwanderungsgesellschaft“. Gewünscht wird unter anderem auch, dass Schülerinnen und Schüler Türkisch, Russisch und Polnisch als 2. Fremdsprache wählen können. Insgesamt 16 Punkte umfasst der Katalog, der für diesen Bereich erarbeitet wurde.

Handlungsbedarf besteht offenbar auch im Gesundheitsbereich. Als Wunsch an den Senat wurde u.a. formuliert, in Zukunft Therapeutinnen mit Migrationshintergrund in allen Gesundheitsinstitutionen einzustellen. Hilfreich wäre auch ein Dolmetscherdienst für alle Behandlungen. Im Workshop „Migration und Medien“ kam ein umfangreiches Papier zustande mit einer Reihe von Empfehlungen an die Medienanbieter und die Bremer Politik. Danach soll die Politik beispielsweise den Bremer Medienschaffenden Fortbildungen zur Förderung der interkulturellen Kompetenz anbieten und diese auch finanzieren. Gewünscht wird u.a. auch, Migranten angemessen in Vertretungsorganen wie Rundfunkrat oder Landesrundfunkausschuss zu beteiligen.

Ein wichtiger Punkt in den Beratungen war auch die stärkere Einbeziehung von Migranten und Migrantenorganisationen in politische Entscheidungsoprozesse. Einwanderinnen und Einwander sollten bewusst angesprochen und gefördert werden, damit sie repräsentative Aufgaben übernehmen können. Als wichtiges Element für mehr gesellschaftliche Teilnahme wurde auch die interkulturelle Öffnung von Parteien genannt.

Die Arbeitsgruppe „Religion im Alltag“ wünscht sich u.a. , dass der Senat prüfen möge, ob auch Feiertage anderer Religionen allgemein Geltung haben könnten. Gern sähe man einen öffentlichen Ort, an dem sich die Religionen begegnen könnten.

Im Workshop „Integration und Arbeit“ wurde als eines der Ziele die Entwicklung einer Vision mit Bremer Arbeitsmarkt- und Weiterbildungsakteuren genannt, Dabei soll es um eine abgestimmte Angebotslandschaft mit aufeinander aufbauenden Angeboten zu sprachlichen und beruflichen Wualifizierung von Migrantinnen und Migranten gehen.

(Redaktion)


 


 

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