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Kommentar von Christian Lund

Zivildienst: Der Mini-Zivi

Schon bei den vorherigen Verkürzungen hatte es einen Aufschrei gegeben, dass dies das Ende des Zivildienstes sei. Doch das ist bislang nicht eingetreten. Die Verkürzung auf sechs Monate Wehrersatzdienst kann aber dazu führen, dass sich Einrichtungen vermehrt dagegen entscheiden, Zivildienstleistende einzusetzen. Weil sich zwar die Zeit verkürzt, die der Zivi einsetzbar ist, nicht aber jene, die benötigt wird, um ihn in die teils schwierige Materie einzuarbeiten.

Gerade die Arbeit mit Demenzkranken oder Menschen mit Behinderung erfordert eine erhöhte Sensibilisierung. Sind die Pläne der Union realisierbar und lassen sich die verkürzten Einsatzzeiten der Zivis problemlos durch eine freiwillige Verlängerung ausgleichen, so bleiben den Betreuten zumindest die Bezugspersonen erhalten, die für sie so nötig sind. Den jungen Männern ermöglicht es auf der anderen Seite, an ihren Erfahrungen zu reifen. Wünschenswert ist, dass durch die Verkürzung mehr Vollzeitplätze frei werden für gut ausgebildete Pflegekräfte. Dann können die Zivis und freiwilligen Kräfte auch weiterhin die Arbeiten übernehmen, für die sonst im Tagesablauf keine Zeit besteht. Ausführliche Gespräche oder ein längerer Spaziergang mit betreuten Menschen zum Beispiel.

(ots / Neue Westfälische)


 


 

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