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Zuwanderungsdebatte

Özdemir fordert Punktesystem

Im Streit um den Zuzug von ausländischen Fachkräften hat der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, ihr fehlten offensichtlich "die Ideen und der Mut, sich gegen die einwanderungspolitischen Hardliner in ihrer Partei durchzusetzen".

Er forderte die Bundesregierung auf, ein Punktesystem einzuführen, um so schnell wie möglich Erfahrungen mit diesem Instrument zu sammeln. "Anstatt mit hanebüchenen Lockprämien zu winken, müssen die Einkommensgrenzen gesenkt werden", sagte Özdemir dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel".

DIHK-Hauptgeschäftsführer: Zuwanderung steuern

Auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mahnte, angesichts der demografischen Entwicklung und des Fachkräftemangels müsse Deutschland sich stärker als attraktives Einwanderungsland positionieren. "Mittelfristig brauchen wir eine moderne, arbeitsmarktorientierte Zuwanderungssteuerung", forderte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks gegenüber der Zeitung. Ein Punktesystem, bei dem Qualifikation, Berufserfahrung und Sprachkenntnisse des einzelnen Bewerbers gewürdigt würden, "ermöglicht es der Politik, je nach Bedarf unterschiedliche Zuwanderungszahlen für Fachkräfte festzulegen". Dercks regte darüber hinaus an, ausländischen Studenten nach ihrem Abschluss mehr Zeit für die Jobsuche einzuräumen. "Dafür haben sie momentan nur ein Jahr Zeit - diese Frist könnte man auf zum Beispiel zwei Jahre verlängern", sagte er.

(Redaktion)


 


 

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