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Schlecker bangt um Zwischenfinanzierung

Von der Leyen sieht gute Chancen am Arbeitsmarkt für Schlecker-Beschäftigte

Die 12.000 Mitarbeiter der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker, die ihre Jobs verlieren, haben nach Ansicht von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

"Die Zeit ist günstig. Zurzeit brummt der Arbeitsmarkt, alleine für Einzelhandelskaufleute gibt es derzeit 20.000 offene Stellen", sagte die Ministerin der "Welt am Sonntag". Von der Leyen will sich dafür einsetzen, dass für die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiterinnen eine Transfergesellschaft eingerichtet wird. Derzeit fehlen dem Unternehmen die Mittel dazu.

Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge sucht Schlecker unter Hochdruck nach Überbrückungskrediten für eine solche Transfergesellschaft. Dafür seien rund 70 Millionen Euro nötig, heißt es dem Magazin zufolge im Konzern. Bislang fehle jedoch eine Zusage der Politik oder von Banken für eine Zwischenfinanzierung - obwohl es sogar Sicherheiten für einen solchen Zwischenkredit geben solle.

Mit Hilfe von Transfergesellschaften lässt sich der Beginn der eigentlichen Arbeitslosigkeit um bis zu ein Jahr hinauszögern. Sie unterstützen bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, die gekündigten Mitarbeiter erhalten bis zu hundert Prozent ihres alten Lohns.

Komplizierte Investorensuche

Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz hatte in der vergangenen Woche angekündigt, von den rund 5.400 Filialen nur etwa 3.000 erhalten zu können. Gleichzeitig sucht der Konzern nach einem möglichen Investor, um die verbleibenden Läden weiterführen und modernisieren zu können. Zwar werde es noch dauern, bis man einen geeigneten Investor präsentieren könne, heißt es dem "Spiegel" zufolge aus dem Konzern. Es zeichne sich allerdings ab, dass es eher auf einen Finanzinvestor als auf einen strategischen Partner wie etwa eine andere Drogeriekette oder ein Handelsunternehmen hinauslaufe.

Unter den großen Gläubigern der insolventen Drogeriekette Schlecker befinden sich der "Wirtschaftswoche" zufolge auch die Kinder des Firmengründers und Inhabers Anton Schlecker. Meike und Lars Schlecker hätten einen Teil des dreistelligen Millionenbetrags, den die Familie nach eigenen Angaben in Restrukturierungsmaßnahmen investiert hat, offenbar als Kredite bereitgestellt, schreibt das Magazin.

Dem Bericht zufolge haftet Anton Schlecker als Einzelkaufmann für sämtliche Konzernverbindlichkeiten und damit auch für Kredite seiner Kinder an den Konzern. Die genaue Höhe der Forderungen werde sich erst nach der regulären Eröffnung des Verfahrens voraussichtlich im April herausstellen. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters wollte den Bericht auf dapd-Anfrage nicht kommentieren.

(dapd )


 


 

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