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  • 27.04.2017, 11:17 Uhr
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  • Deutschland
Wirtschaft

Konsumfreude und Kreditaufnahme – dafür geben die Deutschen ihr Geld aus

Wie das HDE-Konsumbarometer für April zeigt, vertrauen Deutschlands Verbraucher dem Aufschwung und rechnen weiter mit steigendem Einkommen.

Trotz der Angst vor weiter ansteigenden Treibstoff- und Heizölpreisen zeigen sich die Konsumenten wieder optimistisch. Die Verunsicherung vieler über die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump ist vorerst gewichen. So heißt es im Handelsblatt:

„Die deutsche Wirtschaft zeigt sich offenbar unbeeindruckt von allen geopolitischen Risiken.“

Dieser Optimismus der Wirtschaft wirkt sich auch auf die Verbraucher aus. Der Einzelhandel meldete bereits im Februar eine gestiegene Kauflust. Im Vergleich zum Vormonat stieg deren realer Gewinnzuwachs auf 1,8 Prozent. Das mag auch an der weiterhin hohen Einstellungsbereitschaft liegen, denn der Arbeitsmarkt brummt.

Die große Kauflust – Wofür geben die Deutschen ihr Geld aus?

Kürzlich hat das statistische Bundesamt die monatlichen Ausgaben eines deutschen Durchschnittshaushalts von 2015 veröffentlicht. Demnach blieben nach Abzug der Steuern und Sozialabgaben noch 3.218 Euro übrig, wovon 2.391 Euro für Waren und Dienstleistungen konsumiert wurden.

Mit 35,9 Prozent floss der Großteil der Ausgaben in den Bereich Wohnen und Energie. Es folgten die Aufwendungen für Nahrungsmittel, Getränke oder auch Tabakwaren mit 13,9 Prozent. Fast gleichauf beliefen sich die Kosten für den Verkehr auf 314 Euro mit 13,1 Prozent. Auch die Ausgaben für Freizeit, Unterhaltung und Kultur lagen mit 10,5 Prozent noch recht weit oben.

Schließlich flacht die Höhe an Investitionen ab. Für Restaurant- oder Hotelbesuche, Möbel und Haushaltsgeräteanschaffungen, Kleidung und Schuhe, sowie für die Gesundheit wurden monatlich knapp über 100 Euro ausgegeben. Deutlich niedriger zeigen sich die anfallenden Kosten für Telefon und Post.

Am günstigsten scheinen die Ausgaben für die Bildung gewesen zu sein. Alles Weitere wurde unter anderen Waren und Dienstleistungen mit 89 Euro zusammengefasst.

Die Grafik zeigt, dass der durchschnittliche Haushalt 2015 weniger für den Verkehr ausgeben musste. Was leicht zu erklären ist: die Spritpreise waren gesunken. Im Gegenzug dafür sind aber die Preise für Lebensmittel, Freizeit und Gesundheit stark angestiegen.

Auch die Einführung des Mindestlohns, der seit 2015 bundesweit in Kraft getreten ist, zeigt seine Wirkung. Folglich wurde auch wieder mehr Geld in Gaststätten ausgegeben.

Für den großen Luxus bleibt augenscheinlich nicht mehr allzu viel übrig. Dennoch gaben die deutschen Verbraucher im letzten Jahr erstmals über 100 Milliarden Euro im Online-Handel aus. Besonders beliebt waren die Online-Reisebuchungen. Darunter zählen Bestellungen von Bahn- und Flugtickets, dem Ferienhaus oder dem Pauschalurlaub.

Durchschnittlich zahlten die Deutschen pro Bestellvorgang rund 564 Euro. Damit liegen sie zusammen mit den Briten (538 Euro) deutlich über dem mitteleuropäischen Durchschnitt.

Bei einer solch hohen Konsumbereitschaft führt oft kein Weg an der Kreditaufnahme vorbei.

Kreditaufnahme – oft ein Muss bei größeren Anschaffungen

Die Bereitschaft zu teureren Anschaffungen kletterte um 1,9 auf 57,3 Punkte. Bürkl sagte dazu, dass der Verbraucher in Bezug auf seine eigene finanzielle Lage „geradezu euphorisch“ sei. Demnach erwarten viele ein steigendes Einkommen aufgrund der guten Verfassung des Arbeitsmarktes. Kaum einer hat Angst, seinen Job zu verlieren. Bei einer Umfrage über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigen sie sich dennoch eher zurückhaltend.

Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, für höhere Ausgaben einen Kredit aufzunehmen. Damit können nicht nur finanzielle Engpässe überbrückt werden, sondern auch kostenintensive Anschaffungen finanziert werden wie:

  • der Hausbau
  • Studium / Weiterbildung
  • das eigene Auto
  • Inneneinrichtung / größere Haushaltsgeräte
  • Unterhaltungselektronik

Besonders beim Thema Hausbau sprechen viele Gründe für die Aufnahme eines Kredits. In den seltensten Fällen sind die Kosten für ein Eigenheim durch das monatliche Einkommen gedeckt. Der Hausbau stellt aber so ziemlich die beste Investition in die Sicherheit der eigenen Zukunft dar.

Ähnlich verhält es sich bei Investitionen in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder Umschulungen. Zunächst einmal muss dafür zwar tief in die Tasche gegriffen werden. Aber gleichzeitig erhöhen sich damit schon die beruflichen Perspektiven. Das steigert wiederum die Wahrscheinlichkeit, schon bald ein höheres Einkommen zu erzielen.

Auch die Investition in ein eigenes Auto kann zu einem besseren Job verhelfen. Auf jeden Fall steigert es aber das eigene Wohlbefinden. Ein eigenes Fahrzeug erleichtert einem vieles, wie den Transport sämtlicher Einkäufe oder schwer zu tragender Gegenstände. Darüber hinaus schafft das Auto eine angenehme Flexibilität. Feste Fahrzeiten und Anschlussschwierigkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln ade.

Bei dem Autokauf führt oft kein Weg an der Aufnahme eines Kredits vorbei

Wir haben zwei Finanzierungsmöglichkeiten für ein eigenes Fahrzeug unter die Lupe genommen und verweisen auf deren Vorteile:

Der Ratenkredit und seine Vorteile:

  • Auto wird Eigentum
  • monatlich gleich abzuführende Raten
  • ermöglicht hohe Barzahler-Rabatte
  • Vergleich zwischen mehreren Anbietern von Autokrediten möglich

Der Ratenkredit beim Autohändler direkt und seine Vorteile:

  • Auto wird Eigentum
  • monatlich gleich abzuführende Raten
  • der Kreditantrag kann bequem direkt im Autohaus gestellt werden.

An den Finanzierungsangeboten der Händler gibt es einen entscheidenden Nachteil. Ihre Angebote sind meist nur von kurzer Dauer und gelten in der Regel nur für hochpreisige oder spezielle Firmenfahrzeuge.

Außerdem sind sie meist an ganz bestimmte Modelle angebunden und die Laufzeit der Ratenzahlung ist oft nicht gerade flexibel. Dafür können sie aber mit Sonderkrediten, teilweise mit einem Jahreszins von 0 Prozent punkten.

Wenn der Kredit nicht beim Autohaus selbst abgeschlossen wird, kann man bei diesem gleich als Barzahler auftreten und damit satte Rabatte einstreichen.

Daneben lässt sich auch noch einiges einsparen, wenn man sich vor dem Abschließen eines Kredits gut über verschiedene Angebote informiert und dabei auf folgendes achtet:

  • Ist der Kredit online abzuwickeln?
  • Werden flexible Raten und Laufzeiten angeboten?
  • Ist eine vorzeitige Kredittilgung möglich?

Voraussetzung für die Aufnahme eines Kredits ist allerdings das Alter von achtzehn Jahren und ein gesichertes Einkommen.

Quellen:

  1. https://www.destatis.de/DE/Startseite.html
  2. http://www.einzelhandel.de/konsumbarometer
  3. https://www.autokreditevergleich.de/autofinanzierung/
  4. https://www.der-bank-blog.de/ratgeber/kredit-oder-nicht-wofuer-sollte-man-sich-einen-kredit-nehmen/1618/

(Redaktion)


 


 

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