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  • 02.06.2020, 14:36 Uhr
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  • Deutschland
Wirtschaft

Neue Welle der Corona Krise und die globale Wirtschaft!

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler rechnet mit einer zweiten Corona Welle. Viele seiner Kollegen halten auch eine dritte Welle für möglich. Er erklärt, dass das Virus solange seine Kreise ziehen wird, bis zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung infiziert sind. Die verminderte Durchimmunisierungsrate sowie die verfrühte Kontaktaufnahme begünstigen eine zweite und dritte Welle.

Woraus sind diese Tendenzen ableitbar?

Präsident Wieler sowie Virologe Christian Dosten von der Charité erklären die Zahlen. Damit unterstreichen sie ihre Ansichten. Die geplante App zur Kontaktnachverfolgung von Infizierten sollte dabei hilfreich sein. Einige Experten sind darüber allerdings geteilter Meinung, weil die App einige Mängel aufweist und bereits in den ersten Anwendungen Kontakte falsch interpretiert wurden. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie in München sieht der kälteren Jahreszeit mit Besorgnis entgegen. Diese Jahreszeit begünstigt das Virus. Darüber hinaus bildet die Lockerung der Restriktionen seiner Meinung nach keinen einzelnen Herden aus, sondern wird für eine flächendeckende neue Ansteckung sorgen. Alle Experten sind sich jedoch darüber einig, dass es zu einer zweiten Welle kommen wird.

Dass die langsame erlaubte Kontaktaufnahme zu früh erfolgt, zeigen wieder Neuinfizierungen an Schulen und in Restaurants in Deutschland und Österreich. Ein Grund für die rasante Ausbreitung war die Ignoranz gegenüber bereits bekannten immunologischen und virologischen Grundvoraussetzungen (Einfluss der Jahreszeiten, örtliche Abgrenzung, Maßnahmen, etc.) sowie die zu späte Abschottung Chinas von der restlichen Welt. Mutationen sind derzeit nicht zu erwarten, weil das Virus dazu noch keine Veranlassung sieht. Dann ist die Zeit für das Virus gekommen, sich neue Wege zu suchen (Mutation). Zu verhindern wird die zweite Corona Welle nur sein, wenn der strenge Lockdown noch bis Herbst durchgehalten wird. Da dieser bereits gelockert wird, wird es mit Sicherheit eine zweite Welle geben. Für die Menschen und die Wirtschaft ( wie diese Infografik zeigt ) ist beides kaum verkraftbar.

Die Auswirkungen der zweiten Welle auf die Wirtschaft!

Kommt die zweite Welle, wird es mit Sicherheit auch zu einem Anstieg der Firmeninsolvenzen kommen. Vor allem der Tourismus und die Gastronomie haben schwer zu kämpfen. Es wird Jahrzehnte dauern, bis sich die Wirtschaft wieder erholt hat. Der Leiter des Informationsdienstes Crifbürgel wird die Entwicklung ähnlich jener von 2009 sein. Zuerst kam die Wirtschaftskrise 2008, dann folgten erst 2009 die Insolvenzen. Laut Dr. Frank Schlein werden die Auswirkungen der zweiten Welle weitaus massiver ausfallen. Auch die Experten rechnen mit zweiter Welle. In Deutschland wird es 2020 54 Prozent mehr Insolvenzen geben.

Welche Möglichkeiten gibt es für Betroffene?

Für einige, auch nicht für alle, stehen Liquiditätshilfen sowie KfW-Kredite zur Verfügung. Kredite sind Schulden, die irgendwann zurückgezahlt werden müssen. Auch Unternehmen, die bis jetzt erfolgreich gearbeitet haben, besitzen trotzdem so gut wie keine Rücklagen. Diese Unternehmen werden sicherlich auch Schwierigkeiten haben, ihre Kredite bei einer zweiten Welle bedienen zu können. Die Insolvenz in Eigenverantwortung hat den Vorteil, dass das Unternehmen zumindest irgendwann wieder schuldenfrei ist. Bei einem Schutzschirmverfahren bleibt den Unternehmen die größtmögliche Selbstständigkeit erhalten. Dieses dauert 10 Monate. Der Nachteil liegt jedoch in der hohen Liquidität, die bei Beantragung noch vorhanden sein muss.

(Redaktion)


 


 

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