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Work-Life-Balance Index

Durch Ausgleich zum Erfolg

Im Kampf um talentierte Fachkräfte zeigt sich, dass längst nicht mehr nur die Job-Beschreibung für den Bewerber ausschlaggebend ist. Mindestens ebenso wichtig sind die Angebote des Unternehmens über die Arbeit hinaus, allen voran die Möglichkeit für den Arbeitnehmer, einen Ausgleich zwischen Privatleben und Arbeit zu finden. Denn wer seine Arbeitszeit und seinen Arbeitsort frei wählen kann, arbeitet produktiver und motivierter. Dieses Ergebnis liefert der Work-Life-Balance Index der Firma Regus, einem führenden Anbieter von innovativen Arbeitsplatzlösungen.

Ewiger Stress macht krank

Gerade in einer Zeit, in der der Wettbewerbsdruck stetig zunimmt, Arbeitnehmer mehr Zeit für die Arbeit aufbringen als für die eigene Familie und der persönliche Erfolgsdruck steigt, ist es wichtig, einen Ausgleich zwischen Privatleben und Arbeit zu schaffen. Das Thema Work-Life-Balance ist somit in den letzten zehn Jahren immer präsenter auf dem internationalen Arbeitsmarkt geworden.

Durch den ständigen Stress auf dem Weg zur Arbeit, in der Arbeit und auf dem Heimweg wird der Arbeitnehmer zunehmend geschwächt. Meist macht sich die Erschöpfung mit harmlosen Kopfschmerzen bemerkbar. Doch werden diese Warnsignale des Körpers meistens ignoriert, die Folgen können zu Schlaflosigkeit und im schlimmsten Fall zum Burnout führen.

Firmen können zunehmend feststellen, dass sich der Ausgleich zwischen Privatleben und Arbeit nicht nur gesundheitlich und in der Motivation der Arbeitnehmer bemerkbar macht. Auch steigert sich die Produktivität und verbessert sich die Attraktivität des Unternehmens.

Qualifizierte Arbeitnehmer werden rar und der Arbeitsmarkt wandelt sich zum Angebotsmarkt. Das Image des Unternehmens und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind zentrale Erfolgsfaktoren im „War of Talents“.

Steigerung der Arbeitszufriedenheit

Regus nahm sich dieser Thematik an. Im Rahmen einer groß angelegten Studie wurde ein Work-Life-Balance-Index aufgestellt. Die Untersuchung wurde von 2010 bis 2012 in 40 verschiedenen Ländern durchgeführt, dabei wurden 16.000 Fachkräfte befragt. Neben Softfacts, wie zum Bespiel die Arbeitszufriedenheit und die Identifikation mit der getätigten Arbeit und dem Unternehmen, wurden auch Hardfacts wie Arbeitszeit, tatsächliche Abwesenheit aus dem Privatleben und die Dauer des Arbeitswegs berücksichtigt.

Viele Unternehmen haben den Bedarf ihrer Mitarbeiter und die Bedeutung einer angemessenen Work-Life-Balance rechtzeitig erkannt: Im Vergleich zum Basisjahr 2010 bemerkten bereits 59 Prozent der Befragten eine positive Veränderung hinsichtlich der Ausgewogenheit zwischen Privatleben und Arbeit. Dies führt dazu, dass 69 Prozent zufriedener sind mit ihrer Arbeit als noch zwei Jahre zuvor.
Interessant ist, dass ein deutliches Umdenken vor allem bei den Schwellenländern wie Mexiko, Brasilien, China und Indien erkennbar ist. In diesen Ländern wächst die Wirtschaft mit dem Wohlbefinden der Arbeitnehmer. China ist in diesem Fall eine Ausnahme, da die Zuwachsrate im Vergleichsrating hier die geringste Veränderung gezeigt hat: Die wirtschaftliche Stagnation führt dazu, dass die Work-Life-Balance wieder aus dem Fokus der Unternehmen und der Öffentlichkeit gerückt ist.

Deutschland ist bei diesem Vergleich weit abgeschlagen. Der Work-Life-Index hierzulande liegt in diesem Jahr mit 95 Punkten deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt von 124. Nur knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (48 Prozent) ist mit der Zeit zufrieden, die sie zuhause verbringen oder für persönliche Zwecke verwenden kann.

Michael Barth, Deutschland-Geschäftsführer von Regus, appelliert daher an deutsche Unternehmen: „Der Index zum Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben macht im internationalen Vergleich deutlich, dass Unternehmen hierzulande Nachholbedarf in Sachen Work-Life-Balance haben. Zwar sind die Arbeitnehmer in den letzten Jahren zufriedener geworden, diese Entwicklung ist aber zum Großteil auf die entspanntere Wirtschaftslage zurückzuführen. Unternehmen, die Toptalente anstellen und halten wollen, sollten angesichts des dynamischeren Arbeitsmarktes nicht ignorieren, welch hohen Einfluss das Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben bei der Auswahl der Arbeitsstelle hat. Zusätzlich dazu sind Unternehmen während der Wirtschaftskrise ergebnisorientierter geworden und wählen häufiger alternative Arbeitsweisen, die Mitarbeitern die benötigte Flexibilität geben, um ihre Effizienz zu steigern.“

Im Rahmen der Befragung wurde auch anhand der Unternehmensgröße differenziert. In Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern sind die Arbeitnehmer meist zufriedener als in mittleren (bis 250 Mitarbeiter) oder großen (über 250 Mitarbeiter) Unternehmen. Dies kann an einer erhöhten Humanisierung liegen, die in Kleinunternehmen leichter und einfacher umsetzbar ist.

Produktivität durch Flexibilität

74 Prozent der befragten Fachkräfte bestätigen, dass ein zufriedener Mitarbeiter produktiver arbeitet. Eine Win-Win-Situation für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Ob Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten zur Vermeidung der Rushhour - eine flexible und individuelle Arbeitsgestaltung zeugt von Vertrauen in den Mitarbeiter und gewährt ihm gewisse Freiheiten, was sich in seiner Motivation widerspiegelt.

Das Unternehmen profitiert nicht nur von produktiveren Mitarbeitern. Diese Leistungen haben gleichzeitig einen positiven Einfluss auf die Fluktuationsrate und beugen vor Ausfällen aufgrund von Krankheit vor. Es gilt die Faustregel: Die Produktivität und Effizienz eines Unternehmens wächst proportional zur Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Weitere Informationen unter: www.regus.de

(Redaktion)


 


 

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