17.02.2011  11:53 Uhr

Button
Der Handel mit den Likes

Deutschland. Die Ein-Klick-Geste ist beliebt und gut genutzt im Netz. Wem ein Produkt oder ein Artikel gut gefällt, kann per Klick auf Gefällt-mir oder Like dies seinen Bekannten in verschiedenen Netzwerken kundtun. Beim Spread.ly-Button genügt ein Klick und die kommentierbare Meinungsäußerung erscheint in LinkedIn, Twitter, GoogleBuzz sowie natürlich Facebook. Nur bei der allerersten Nutzung des Buttons kann „der Like“ nur in demjenigen Netzwerk publiziert werden, über das die Anmeldung erfolgt ist. Danach kann der Button-Nutzer nach Belieben Häkchen in den gewünschten Zielnetzwerken setzen und ändern.

Damit aus den Likes auch eine Meinungsäußerung wird, sind sie kommentierbar. Ein Like kann schließlich viel bedeuten; nämlich ich habe zur Kenntnis genommen, ich finde den Artikel ungelesen gut, weil meine Freund ihn für gut befunden haben, ich finde ihn zwar nicht gut, aber wichtig und möchte, dass der Artikel auch anderen auffällt. Kommentierbare Likes können die Diskussion entfachen und ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich als ein nicht kommentierbarer Facebook Like. Qualität und Quantität der Likes werden immer wichtiger für das Social Media Marketing.

Spread.ly fürs Social Media Marketing

Der Spread.ly Button ist ab März der Nachfolger des Yiid.it Buttons. Die Namensänderung hat sich ergeben, weil your internet id (yiid) einfach nicht mehr der Ausrichtung unseres Produktes entspricht. Yiid hat sich auf das Management verschiedener Online-Identitäten spezialisiert. Dieser Service war kurze Zeit ein Hype, ist aber nicht mehr notwendig, so dass wir unseren Schwerpunkt auf Social Media Marketing gelegt haben und uns an Facebook richten. Wer nämlich den Facebook-Like Button einbaut hat es schwer mit der Resonanzmessung. Hier setzt Spread.ly an und bietet einen Dienst, der Auswertungen zulässt. Seitenbetreiber können sehen wer ihre Power-Multiplikatoren sind.

Datenschutz

Der Button zeichnet keinerlei Daten ohne bewusstes Einverständnis der Nutzer (z.B. über den Facebook-Berechtigungsdialog) auf.
Statistiken zeigen den Seitenbetreibern, die den Button eingebaut und ihre Seite verifiziert haben, in anonymisierter und geclusterter Form folgende Informationen: Geschlecht, Altersverteilung, Beziehungsstatus, Clickbacks über den vom Nutzer getätigten Like, Nennung der Community/Communitys über die der Like verteilt wurde und wie viele Personen erreicht wurden.“

Der Deal mit dem Bedanken 

Beispiel Statistiken, Copyright: ekaabo GmbH
Beispiel Statistiken

Pay with a Share“ oder „zahle mit dem Verbreiten eines Inhaltes“  ist ein zusätzlicher Dienst von Spread.ly. Wer die Schaltfläche auf seiner Website einbaut, kann diese in einen Deal-Button umwandeln. Einfach einen Zeitraum festlegen und Gutscheincodes eintragen. Aus der Masse der Anbieter sticht nur heraus, wer clever schenkt. Denn viele schenken und kaum einer bedankt sich beim anonymen Online-Shop. Warum eigentlich nicht?

Meistens weiß ich nicht wo ich mich bedanken soll und lasse es deshalb sein. Dabei sollten dankbare Kunden gerade in Zeiten der vorweihnachtlichen Liebe und des Empfehlungsmarketings besser geleitet werden. Zufriedene Kunden machen gern Mund-zu-Mund-Propaganda!

Sind Gutscheincodes automatisch mit einem „Gefällt-mir“ verknüpft, erscheint diese positive Resonanz auf die Aktion des Online-Shops direkt in den sozialen Netzwerken und erreicht weitere potentielle Kunden.

Der Spread.ly-Deal-Button, der diesen Handel technisch umsetzt, ist für kleine Anbieter kostenlos während für große Shop-Betreiber eine Gebühr fällig ist.

Button besorgen

Seitenbetreiber können den Button selbst einbauen, für diverse Content Management Systeme gibt es bereits Plugins. Seitenbesucher, die den Button nutzen wollen, obwohl kein Button zu sehen ist, können über die Browserextensions für Firefox oder Google Chrome Inhalte kommentieren. Auf www.spreadly.com finden sich alle Informationen

Neue Währung

Marco Ripanti ist der Betreiber von Spread.ly und Geschäftsführer der ekaabo GmbH. Er hatte im April 2010 die Idee, dem Facebook-Like-Button mit einem Dislike-Button zu antworten. Der Dislike-Button sorgte für Aufmerksamkeit rund um ekaabo, ist aber heute kaum relevant. Wichtig ist es eine neue Währung fürs Social Media Marketing zu finden. „Hierbei hilft unser Button, denn er wertet die Resonanz der Likes individuell aus“, erklärt Marco Ripanti seine aktuelle Arbeit an der Formel für die neue Währung.

Fazit

Geheimtipp mit Reichweite und Resonanz.


 

(Redaktion)

  • Tags:
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1, 2 © ekaabo GmbH



 


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