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Steuertipps

Verbesserte Förderung für vermögenswirksame Leistungen

Für Arbeitnehmer wurde die staatliche Förderung ab 2009 durch höhere vermögenswirksame Leistungen (VL) verbessert, indem sowohl der Fördersatz als auch die Einkommensgrenze angehoben wurden.

Für Arbeitnehmer wurde die staatliche Förderung ab 2009 durch höhere vermögenswirksame Leistungen (VL) verbessert, indem sowohl der Fördersatz als auch die Einkommensgrenze angehoben wurden.

 Nun kommt es über den Entwurf des Jahressteuergesetzes 2010 zu einer weiteren Verbesserung, wodurch mehr Angestellte in den Genuss der Sparzulage auf ihre vermögenswirksamen Leistungen kommen. Bereits durch das Mitarbeiterkapitalbeteiligungsgesetz war die Einkommensgrenze von 17.900 Euro auf 20.000 Euro (Verheiratete 40.000 Euro) angestiegen. Sofern diese Schwelle nicht überschritten wird, gibt es Zulagen von 20 Prozent (bis 2008: 18 Prozent) auf die Sparleistungen und bis zu 80 Euro pro Jahr und Person, wenn die Gelder in betriebliche Beteiligungen angelegt werden. Dies können Arbeitnehmer aber nicht fürs Bausparen verwenden, hier bleibt es bei der geringeren Einkommensgrenze von 17.900 Euro und einem Fördersatz von unverändert neun Prozent. Hierdurch lässt sich eine weitere Zulage von 42,30 Euro einsammeln. Beide Zulagen gibt es nebeneinander, wenn zwei unterschiedliche Verträge für Wertpapiere und Bausparen bespart werden. Damit gibt es eine stattliche Unterstützung für eine maximale Sparrate von 870 Euro mit einer jährlichen Förderleistung von 122,30 Euro.

Durch die nunmehr rückwirkend ab 2009 geplante weitere gesetzliche Änderung sollen private Kapitalerträge nicht mehr in die relevante Einkommensgrenze der VL-Sparer einfließen. Hintergrund für diese Neuregelung ist der Umstand, dass Zinsen, Dividenden und Kursgewinne mit Einführung der Abgeltungsteuer an Neujahr 2009 grundsätzlich nicht mehr Bestandteil des zu versteuernden Einkommens sind. Daher werden Einkünfte aus Kapitalvermögen im Rahmen der Einkommensermittlung grundsätzlich nicht mehr erfasst und brauchen deshalb in der Einkommensteuererklärung – von wenigen Ausnahmen abgesehen – auch nicht mehr angegeben werden. Damit die Finanzämter nicht extra für die Berechnung der Arbeitnehmer-Sparzulage ihr vorhandenes Festsetzungs- und Auszahlungsverfahren ändern müssen, wird einfach das zu versteuernde Einkommen zu Grunde gelegt, das sich ohnehin aus dem Einkommensteuerbescheid ergibt – ohne die Kapitaleinkünfte. Diese Verbesserung gilt für beide verschiedenen Einkommensgrenzen und damit für Bauspar- und Beteiligungsverträge gleichermaßen.

Beantragen gering verdienende Arbeitnehmer die Besteuerung ihrer Einkünfte aus Kapitalvermögen mit dem individuellen Steuersatz unter dem 25-prozentigen Abgeltungstarif, fließen ihre Erträge aus der privaten Geldanlage zwar weiterhin in das zu versteuernde Einkommen und damit in den Einkommensteuerbescheid ein. Dies ist jedoch für den Anspruch auf die Arbeitnehmer-Sparzulage in der Regel ohne Bedeutung, da bei Personen, deren individueller Steuertarif unter 25 Prozent liegt, die maßgebenden Einkommensgrenzen ohnehin nicht überschritten werden.

Maßgebend für die Bemessungsgrenze von 20.000 Euro / 17.900 Euro und bei Ehegatten dem Doppelten ist das zu versteuernde Einkommen. Vom Bruttojahresgehalt werden zunächst Werbungskosten , Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Kinderfreibeträge abgezogen. Der Arbeitnehmer darf also im Jahr deutlich mehr als die Grenzwerte verdienen, um noch in den Genuss der beiden Zulagen von insgesamt bis zu 122,30 Euro jährlich zu kommen.

VertragsartWertpapierBausparen
maximal begünstigte Sparrate Jahr/Person400 €470 €
Zulage20%9%
maximale Zulage80 €42,30 €
Einkommensgrenze
– Ledige
– Verheiratete
20.000 €
40.000 €
17.900 €
35.800 €

 

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