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Der Arbeitsmarkt im Frühlingshoch

Das allgemeine Stimmungshoch des Frühlings hat sich auch auf den Arbeitsmarkt übertragen. Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenzahl im März um 82.000 auf 3.028.000 gesunken – insgesamt waren 182.000 weniger Arbeitslose als im Vorjahr gemeldet.

Das allgemeine Stimmungshoch des Frühlings hat sich auch auf den Arbeitsmarkt übertragen. Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ist die Arbeitslosenzahl im März um 82.000 auf 3.028.000 gesunken - insgesamt waren 182.000 weniger Arbeitslose als im Vorjahr gemeldet.

„Die aktuelle konjunkturelle Schwächephase hat auf dem Arbeitsmarkt kaum Spuren hinterlassen. Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der einsetzenden Frühjahrsbelebung gesunken. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegen weiter deutlich im Plus. Die Nachfrage nach Arbeitskräften ist anhaltend hoch.“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Von Februar auf März ist die Arbeitslosigkeit um 82.000 auf 3.028.000 zurückgegangen. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit um 18.000 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Zahl der arbeitslosen Menschen um 182.000 ab. Maßgeblich für den Rückgang ist der Zuwachs sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, der die Chancen erhöht hat, durch Aufnahme einer Beschäftigung die Arbeitslosigkeit zu beenden. In einer mittelfristigen Perspektive haben neben konjunkturellen Gründen der Strukturwandel und die Reformen am Arbeitsmarkt diese Chancen deutlich verbessert. So hat sich die Arbeitslosigkeit in den letzten Jahren günstiger entwickelt, als dies bei gleicher Konjunktur noch vor zehn Jahren zu erwarten gewesen wäre.

Zur Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) zählen auch Personen, die z. B. an entlastenden Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als arbeitslos gelten. Sie vermittelt somit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung als die Arbeitslosigkeit. Im März belief sich die Unterbeschäftigung auf 4.066.000, 377.000 weniger als vor einem Jahr. Sie ist damit – auch wegen der Abnahme der entlastenden Arbeitsmarktpolitik – stärker gesunken als die Zahl der Arbeitslosen.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte Erwerbslosigkeit belief sich in Deutschland für den Februar auf 2,49 Millionen und die Erwerbslosenquote auf 5,9 Prozent.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Die Zahl der arbeitslosen Menschen im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) ist gegenüber Februar um 73.000 auf 955.000 gesunken. Im Vergleich zum März 2011 ergibt sich ein Rückgang von 54.000. 923.000 Personen erhielten im März Arbeitslosengeld , 70.000 weniger als im Vormonat und 22.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung

Auch die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) ist weiter rückläufig und lag im März bei 4.512.000. Gegenüber Februar ist die Zahl der Arbeitslosengeld II-Bezieher um 4.000 gesunken, im Vergleich zum März 2011 waren es 254.000 weniger. 8,4 Prozent der in Deutschland lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter sind hilfebedürftig. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung hat gegenüber Februar um 9.000 auf 2.073.000 abgenommen und liegt um 128.000 unter dem Wert vom Vorjahr. Dass ein Großteil der Arbeitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, hängt damit zusammen, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben weiter zugenommen und liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Februar gegenüber dem Vorjahr um 587.000 auf 41,10 Millionen gestiegen. Nach der Hochrechnung der BA lag die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Januar bei 28,58 Millionen und damit um 712.000 über dem Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst in allen Bundesländern und in den meisten Branchen – vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, in den Wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie im Handel.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau. Im März belief sich der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen auf 490.000, 48.000 mehr als im Vorjahr. Die Nachfrage steigt in fast allen Branchen. Besonders gesucht sind zurzeit Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Elektro, Metall, Maschinen-/Fahrzeugbau, Logistik und Gesundheit. Der Stellenindex der BA, der BA-X, ist von Februar auf März um einen auf 176 Punkte angestiegen, gegenüber dem Vorjahr liegt er mit 13 Punkten im Plus.

Ausbildungsmarkt

Von Oktober 2011 bis März 2012 wurden der Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und der Jobcenter insgesamt 405.000 Berufsausbildungsstellen gemeldet, 22.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich haben bislang insgesamt 405.000 Bewerber die Ausbildungsvermittlung bei der Suche nach einer Lehrstelle eingeschaltet. Das waren 17.000 mehr als vor einem Jahr. Allerdings ist es derzeit noch verfrüht, anhand dieser Daten eine sichere Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu geben. Auch die Daten der Kammern zu den bisher abgeschlossenen Ausbildungsverträgen liegen erst in den nächsten Monaten vor.

Quelle: pressebox

 

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