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Peter Hartz sagt europäischer Jugendarbeitslosigkeit den Kampf an

Im europäischen Raum gibt es über 5 Millionen arbeitslose Jugendliche. Nun will der ehemalige VW-Manager Peter Hartz etwas dagegen tun. Mit einem Sechs-Punkte-Konzept und einer Expertengruppe geht er das „heißeste und emotionalste Thema“ Europas auf dem „Europatriates“-Kongress an.

Im europäischen Raum gibt es über 5 Millionen arbeitslose Jugendliche. Nun will der ehemalige VW-Manager Peter Hartz etwas dagegen tun. Mit einem Sechs-Punkte-Konzept und einer Expertengruppe geht er das „heißeste und emotionalste Thema“ Europas auf dem „Europatriates“-Kongress an.

Jugendarbeitslosigkeit als gesamteuropäisches Problem

Wie die Statistiker von Eurostat feststellten, lag die Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union 2013 bei 18,8 Prozent. Im Euro-Währungsraum waren es sogar 20,2 Prozent. Dieses Problems will sich Peter Hartz nun annehmen. Im Zuge des „Europatriates“-Kongresses in Saarbrücken stellte er ein Konzept vor, mit dem jungen Menschen der Berufseinstieg erleichtert werden soll. Dabei gehe es im Kern darum, junge Arbeitssuchende auch in andere europäische Länder zu vermitteln.

„Intelligenzkapazitäten“ besser nutzen

Im Rahmen des Programms soll eine Talentdiagnostik zum Einsatz kommen, die Jugendlichen dabei hilft, sich ihrer Interessen und Fertigkeiten bewusst zu werden. Zusätzlich hätten die Beteiligten ein System erarbeitet, mit denen der spezifische Dienstleistungsbedarf in einzelnen europäischen Regionen ermittelt werden kann. Jugendliche sollen auf dieser Grundlage zeitweilig in andere Länder vermittelt werden. Die notwendigen Netzwerke baue man bereits auf, so Hartz. Jugendliche sollen im Gastland neue Erfahrungen sammeln, die sie anschließend in ihrer Heimat anwenden können.

Es gehe bei dem Projekt nicht allein um die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Auch wolle man „Europa europäischer“ machen, so Hilarion Petzold. Der emeritierte Psychologieprofessor war maßgeblich an der Entwicklung des Konzepts beteiligt. Es sei sehr wichtig, vorhandene „Intelligenzkapazitäten“ zu nutzen, da sonst volkswirtschaftliche Schäden entstehen, Wertschöpfungspotenziale ungenutzt bleiben und die Kassen stärker belastet werden.

Voraussetzung 215 Milliarden Euro

Derzeit zahle die Europäische Kommission „sechs oder neun Milliarden Euro“ zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, so Hartz. Das sei zwar eine Menge Geld, doch genüge es noch lange nicht. Gemeinsam mit seiner Expertenrunde beziffert er den Bedarf mit 215 Milliarden Euro. Allein auf Deutschland würden davon 13,52 Milliarden entfallen, um die Arbeitslosigkeit unter der unter 25jährigen einzudämmen.

Im Rahmen des „Europatriates“-Konzeptes soll das notwendige Geld über ein Wertpapier eingetrieben werden. Damit könne man die Ausbildungszeit verbriefen. Der Anteilsschein soll ähnlich wie ein Schatzbrief funktionieren. Durch eine engere Verknüpfung mit der Finanzindustrie könne man die notwendigen Gelder besser bereitstellen.

Das Programm geht auf die Stiftung SHS Foundation zurück. Sie gab Hartz und seiner Expertenrunde den Auftrag, ein passendes Konzept zu erarbeiten. Beim Kongressauftakt sprachen auch der EU-Sozialkommissar Laszlo Andor, der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, und der Bundesjustizminister Heiko Maas von der SPD. Schirmherr der Veranstaltung ist der amtierende Kommissionspräsident der EU José Manuel Barroso.

 

Florian Weis

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