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Der Co-Working-Boom geht weiter

Es ist eine Veränderung der herkömmlichen Arbeitswelt: Starre Arbeitszeiten, feste Arbeitsplätze – all das gehört mit dem flexiblen und gemeinsamen Arbeiten in hippen Großraumbüros der Vergangenheit an. Dabei ging die Branche lange Zeit davon aus, dass es sich beim sogenannten Co-Working lediglich um ein vorübergehendes Phänomen handelt, ohne nachhaltige Bedeutung für die Arbeitswelt – doch die Realität zeigt etwas anderes.

Es ist eine Veränderung der herkömmlichen Arbeitswelt: Starre Arbeitszeiten, feste Arbeitsplätze - all das gehört mit dem flexiblen und gemeinsamen Arbeiten in hippen Großraumbüros der Vergangenheit an. Dabei ging die Branche lange Zeit davon aus, dass es sich beim sogenannten Co-Working lediglich um ein vorübergehendes Phänomen handelt, ohne nachhaltige Bedeutung für die Arbeitswelt - doch die Realität zeigt etwas anderes.


Bildrechte: Flickr The Factory: 4th floor Jodimichelle CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Die Nachfrage steigt

Eine Umfrage hat ergeben, dass allein im vergangenen Jahr rund 200 000 Quadratmeter an Gemeinschaftsbüroräumen vermietet wurden – und das in nur sieben Städten. Mit einem Marktvolumen von gut fünf Prozent hat sich der Co-Working-Space verfünffacht und ist weitaus beliebter, als gedacht. Und ein Ende ist noch nicht in Sicht: Laut der Umfrage ist auch in den nächsten Jahren mit einer steigenden Nachfrage zu rechnen. Dementsprechend wird es für Interessierte besonders in Großstädten in Zukunft gar nicht so leicht, passende Immobilien für ein Co-Working-Projekt zu finden. Hilfe gibt es bei Dienstleistern wie Cushman & Wakefield, die Know-how rund um immobilienrelevante Themen bieten. Am Ende kann sich die Mühe um die Gemeinschaftsfläche jedoch lohnen, da Unternehmen mit Co-Working beträchtliche Kosten sparen und ihren Arbeitnehmern gleichzeitig flexible Arbeitsplätze anbieten können – und genau das kommt bei kreativen Köpfen gut an.

Was macht Co-Working so attraktiv?

Warum sich Menschen immer öfter für einen Co-Working-Space statt einem herkömmlichen Arbeitsplatz entscheiden, hat Désirée Bender untersucht, Soziologin und Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissen der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. So bevorzugen laut Bender vor allem Selbstständige, die zuvor im Homeoffice gearbeitet haben, die Arbeit im Co-Working-Space. Grund dafür sei die wachsende Kreativität, die durch die Vielzahl an neuen Gesichtern im Arbeitsumfeld entsteht. So wird das Co-Working häufig auch als „Überraschungs-Ei“ bezeichnet: Man weiß nie, neben wem man am nächsten Tag sitzt und auf welche Ideen man gemeinsam kommt.

Das Co-Working wird aber auch von technischen Entwicklungen begünstigt: War es vor ein paar Jahren aufgrund sperriger Computer nicht möglich, mobil zu arbeiten, bieten Laptops, Tablets und Co. nun viel mehr Flexibilität. Auch für die Work-Life-Balance hat das Co-Working Vorteile: So achten beispielsweise viele Selbstständige darauf, dass sich das geteilte Office in der Nähe der eigenen Wohnung befindet, um keine Zeit mit unnötig langen Anfahrten zu verschwenden. In Berlin gehen Nutzer sogar so weit, ihre Arbeit in Cafés wie dem legendären Sankt Oberholz zu erledigen, das mit WLAN-sowie zahlreichen Steckdosenanschlüssen gute Bedingungen für das mobile Office bietet. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe und kann in einer kreativen Umgebung arbeiten und anschließend mit Kollegen oder Freunden Kaffee trinken. In Großstädten wie Berlin ist das Co-Working demnach schon lange mehr als nur ein Trend – bleibt abzuwarten, wie sich der gemeinschaftliche Arbeitsplatz der Zukunft in ganz Deutschland etabliert.

 

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