Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Smarte Energie: Großes Interesse, kaum Nutzer

Von intelligenten Strommessern bis hin zum Smart Home: Das Interesse deutscher Verbraucher an Energiedienstleistungen ist groß, aber nur wenige nutzen sie. Das belegt eine Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint. Utilities-Expertin Marion Schulte: „Energieversorger müssen jetzt verständlich machen, warum sich die Nutzung lohnt.“

Die Deutschen haben großes Interesse an zusätzlichen Dienstleistungen von Energieanbietern wie Smart Metering, Smart Home oder auch Einspeise- bzw. Lastmanagement, doch genutzt werden sie nur wenig. Das ist das Ergebnis einer Online-Umfrage der Management- und Technologieberatung BearingPoint, bei der über 800 Haus- bzw. Wohnungsbesitzer aus ganz Deutschland zu ihren Erwartungen und Meinungen zum Thema „Energieversorger der Zukunft“ befragt wurden.

Nur sieben Prozent nutzen bereits Smart Meter

Zwischen Interesse und tatsächlicher Nutzung liegt eine große Kluft: Für die Nutzung des Smart Meter, den intelligenten Stromzähler, interessieren sich beispielsweise 80 Prozent aller Befragten. Aktuell verwenden aber nur sieben Prozent die digitale Messeinrichtung. Produkte und Services zum Einspeisen von selbsterzeugter Energie – beispielsweise mit eigener Photovoltaik-Anlage – für Haushaltsgeräte finden 74 Prozent der Befragten interessant, die Nutzungsrate liegt aber auch hier bei lediglich sieben Prozent. Smart Home wird im Vergleich häufiger genutzt als andere Energiedienstleistungen (21 Prozent). Ob die Befragten die Technologien tatsächlich nutzen, hängt von ihrem Alter ab: Die Anwender der energienahen Leistungen sind vorwiegend zwischen 20 und 45 Jahre alt.

Marion Schulte, Partnerin und Leiterin Utilities Deutschland bei BearingPoint: „Auch wenn bisher nur wenige Verbraucher die digitalen Energiedienstleistungen in Anspruch nehmen, ist das Potenzial riesig – Energiekosten werden mit der aktuellen Umweltdiskussion weiter steigen und damit auch das Interesse an entsprechenden Produkten und Services. Energieversorger, die ihren Kunden frühzeitig bedarfsgerechte und innovative Lösungen anbieten, werden langfristig Kunden gewinnen.“

Skepsis: Anschaffungskosten und Sicherheitsaspekte sind Barrieren

Danach gefragt, warum sie bisher keine Energiedienstleistungen in Anspruch nehmen, geben 39 Prozent der Befragten an, die hohen Anschaffungspreise zu scheuen. Tatsächlich ist die Anschaffung beispielsweise von Smart-Metering-Lösungen deutlich teurer, als die Deutschen zu zahlen bereit sind. Sie liegt etwa Zweidrittel über dem Preis, den die Befragten als akzeptabel angegeben haben. Für die Bereitstellung von Flexibilität aus Energieanlagen und Elektroautos erwarten Verbraucher hingegen wesentlich mehr Geld, als üblicherweise gezahlt wird.

Neben den Anschaffungskosten sind Sicherheitsaspekte eine Barriere für die Verbraucher: 21 Prozent nutzen die Angebote nicht, weil sie mögliche Hackerangriffe fürchten, 20 Prozent haben Angst vor Datenmissbrauch. Und jeder Fünfte erkennt gar keinen Mehrwert in den Services und Produkten rund um Energie.

Stadtwerke und große Energiekonzerne gelten als besonders kompetent

Weil sich viele Verbraucher im Zuge der Energiewende immer mehr mit dem Thema Energieversorgung beschäftigen, ist künftig mit einer größeren Nachfrage nach Energiedienstleistungen zu rechnen. Jeder zweite Befragte sieht eine große bis sehr große Relevanz zur Sicherstellung einer störungsfreien Energieversorgung. Stadtwerken und großen Energiekonzernen wird in der Umfrage nach wie vor die größte Kompetenz hinsichtlich des Angebots der energienahen Dienstleistungen zugesprochen, auch wenn beide im Vergleich zur Vorgängerstudie aus 2017 an Zuspruch verloren haben.

„Betrachtet man die Barrieren in der Nutzungsbereitschaft, wird klar, dass oft noch nicht das Verständnis für den hohen Wert von Energie vorhanden ist. Es sollte ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass ohne Energie nichts funktioniert! Zudem wissen viele Kunden nicht, dass sie im Rahmen der Energiewende eine immer bedeutendere Rolle einnehmen, um eine störungsfreie und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Daher müssen die Kunden besser über den individuellen, aber vor allem auch den gesellschaftlichen Mehrwert solcher Energiedienstleistungen informiert werden. Positiv für Stadtwerke und große Energiekonzerne ist, dass ihnen offenbar ein grundlegendes Vertrauen und der Zuspruch von Kompetenz entgegengebracht wird. Diese sind durch individuellere Produkte und Services sowie eine Steigerung der Kundennähe zu nutzen, bevor sich branchenfremde Unternehmen etablieren können“, resümiert Marion Schulte.

 

ots

Anzeige

News

Vorbei sind die Zeiten, in denen Games nur als reines Kulturgut angesehen und nur mit dem Verkauf von ihnen Geld verdient wurde. Mittlerweile wird...

News

Drei Jahre lang hat die Shopware Community auf den ersten SCD vor Ort gewartet. Für die Zeit der Abstinenz wurden die rund 6.000 Teilnehmer...

Finanzen

Wer auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage ist, trifft über kurz oder lang auf ETFs. Bei den Exchange Traded Funds handelt es sich...

Life & Balance

Noch schnell vor dem nächsten Meeting einen Schokoriegel essen, das pusht und man ist wieder fit. Ein Schokoriegel dazwischen schadet bestimmt nicht. Wer sich...

News

Glas gehört seit Jahrtausenden zu den beliebtesten Materialien, wenn es um Interieur, Bauten und Co. geht. Lichtdurchlässigkeit und die zahlreichen Möglichkeiten der Form- und...

Interviews

Eine aktuelle Untersuchung des Immobilienmaklers Dahler & Company hat dem Geschäft mit Luxusimmobilien eine prosperierende Zukunft bescheinigt: 2021 sei beispielsweise das Transaktionsvolumen bei Eigentumswohnungen bundesweit gegenüber...

Threema als sichere Alternative zu Whatsapp & Co.?

Threema Messenger

Viele Menschen nutzen die Kurznachrichtendienste Whatsapp oder Telegram zur Kommunikation. Allerdings gibt es inzwischen sichere und bessere Alternativen wie den Schweizer Messenger Threema auf dem Markt.

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Weitere Beiträge

News

Jeder Dienstleister träumt davon, mehr Kunden zu finden. Doch die Suche nach neuen Kunden kann manchmal ganz schön stressig sein. Wir haben 10 Tipps...

Startups

Die SET100-Liste gibt Einblicke in die vielversprechendsten Start-ups der Energiewende in diesem Jahr: 15 Start-ups sind in fünf Kategorien nominiert und wurden auf dem...

Marketing News

Wer das Customer Lifetime Value in seinem Unternehmen nachhaltig erhöhen möchte, dem stehen dafür diverse Maßnahmen zur Auswahl. Damit lassen sich die Kunden zielgerichtet...

News

Die Menschheit in allen Teilen der Erde unterliegt dem Klimawandel und steht vor der Herausforderung der Bekämpfung. Die Auswirkungen sind mittlerweile mehr oder weniger...

News

Die Energiewende ist längst eingeleitet, die Grundlagen hierfür wurden geschaffen. Im nächsten Schritt werden nun große Infrastrukturprojekte umgesetzt, an denen zahlreiche Unternehmen beteiligt sind....

Wirtschaftslexikon

Die private Nutzung des Firmenwagens oder eine andere Sachleistung, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer gewährt, wird als geldwerter Vorteil bezeichnet. Auch die Einnahmen, die...

News

Die Schwarz Gruppe übernimmt den Online-Marktplatz real.de von der SCP Group. Die Europäische Kommission hat dafür nun die fusionskontrollrechtliche Freigabe erteilt. "Der Online-Marktplatz wird...

Wirtschaftslexikon

Mit Integrität ist in der Wirtschaft gemeint, dass 2 Parteien Vertrauen ineinander haben. Dies gilt dann, wenn bestimmte Interessen eines Teiles berücksichtigt werden müssen....

Anzeige