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Kinofilm, unkonventionell finanziert

Wenn im Herbst der in Wuppertal entstandene Film „King Ping“ in die Kinos kommt, wird es für die Besucher keinen Unterschied machen, aber: „King Ping“ ist auf ungewöhnlichen Wegen finanziert worden

D. M. H�ger

Die Beteiligung öffentlich-rechtlicher, manchmal auch privater Sendeanstalten, plus die Unterstützung von Filmförderungsanstalten der Bundesländer, plus Gelder der Filmförderungsanstalt FFA des Bundes – das ist in vielen Fällen die Zusammensetzung, die eine Kinofilmfinanzierung gemeinsam stemmt; mit entsprechender Rückverteilung bei Erfolg. „Manchmal muss man nur ein Zehntel der Kosten selber mitbringen“, weiß auch Dirk Michael Häger, Wuppertaler Autor und Produzent. Die Produktionsfirma Rex Film, die er 2011 zusammen mit Christoph Schmidt gegründet hat, wurde allerdings nicht berücksichtigt, als es um die Finanzierung ihres ersten Kinofilms ging. „Vermutlich war die Idee zu ‚King Ping’ den Entscheidern zu schräg und zu gewagt.“ Die Verantwortlichen würden doch zumeist auf Mainstreamtauglichkeit schauen und eben auf Nummer Sicher gehen, so Häger.

Beispiellos aktiv geworden

Rex Film indes ging aufs Ganze. „Wir haben für 20.000 Euro einen Teaser produziert, um für den Film zu werben.“ Sponsoren und Investoren wurden angesprochen; seitdem wuchs die Liste der Supporter kontinuierlich und viele Unternehmer und Privatleute konnten begeistert werden. „Von den ursprünglich kalkulierten Produktionskosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro hatten wir uns allerdings verabschiedet.“ Was folgte, kann man als beispiellos bezeichnen. „Dank unserer zahlreichen Spender, Sponsoren, Investoren und unseres Co-Produzenten HAKO Media, und der Tatsache, dass sowohl Darsteller als auch das gesamte Team auf den Großteil ihrer sonst üblichen Gage verzichtet haben und ebenfalls als Co-Produzenten aufgetreten sind, waren wir in der Lage den Film ohne öffentliche Fördergelder zu drehen.“ Und unter den Darstellern sind ja immerhin auch Namen wie Christoph Maria Herbst und Bela B.
Für 330.000 Euro ist letztlich durch ein Sponsoren-, Spenden- und Crowd-Invest-Gerüst ein Film entstanden, der von seiner Grundidee nicht abweichen musste. Und wie auch die konventionelle Finanzierung, sieht „King Ping“ ebenfalls eine entsprechende Gewinnbeteiligung vor.

www.kingpingderfilm.de

 

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