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Kaputt gesperrt?

Die Wuppertaler passen sich an die veränderte Verkehrssituation durch die B7 an. Die Frage ist nur: Überlebt der Einzelhandel das?

Anika Freytag / talwaerts.de

In der Friedrich-Ebert-Straße schiebt es sich vor allem nachmittags in Form endloser Blechlawinen und stinkender Abgase, Stoßstange an Stoßstange, über das Kopfsteinpflaster. Unzählige Autofahrer nutzen die Straße als alternative Route, um vom Kasinokreisel zum Robert-Daum-Platz zu kommen. Seitdem ist die Einkaufsqualität in Wuppertals Vorzeigeviertel gesunken. Messbar: 15 Prozent weniger Umsatz machen die Einzelhändler im Schnitt, seit die B7 gesperrt ist.

Fragliche Erfolgsaussichten

Inzwischen stehen Beschwerden und auch Schadensersatzforderungen im Raum. Doch ob eine Klage den Geschäften im Zweifelsfall tatsächlich nützen würde, ist fraglich. Lediglich bei so genannten Sonderopfern, also besonders schwer wiegenden Veränderungen, kann hier ein Anspruch geltend gemacht werden. „Ob ein Sonderopfer vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden, insofern lassen sich keine generellen Aussagen über die Erfolgsaussichten machen“, heißt es von der Industrie- und Handelskammer.

Stadt im Schneckentempo

In den Verhandlungen verschärft sich langsam der Ton. Am Montag vorletzter Woche haben die Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Friedrich-Ebert-Straße e.V. gegenüber der Stadt entsprechend Druck gemacht. Mit ihrem Schreiben haben sie dem Oberbürgermeister außerdem eine Liste zukommen lassen. 40 Unterschriften sind darauf. Von Einzelhändlern, Geschäftsführern und Inhabern, die um ihre Existenz bangen. Die Forderungen: der Verkehr muss weg, die Einkaufqualität muss wieder steigen. Die IG hat Lösungsvorschläge vorgestellt: Umleitungen, geänderte Verkehrsführungen. Bewegt hat sich die Stadt wenig. Es ist für die Einzelhändler ein Zwiespalt: Sie wollen den Streit nicht auf dem Rücken ihrer Kunden austragen. 

Angst und Wut

Die Stadt bemüht sich derweil nach positiven Aspekten des Problems zu suchen. Stadtsprecher Markus Bien verkündet: „Die Elberfelder Innenstadt ist und bleibt auch mit Baustellen immer erreichbar.“ Der Umsatzrückgang der Einzelhändler könnte zudem normalen Schwankung geschuldet sein.  

Doch die Angst der Einzelhändler um ihre Existenz ist da. Und dann ist da noch die Wut. Vor allem auf die Stadt.  

Gekürzte Fassung. Den vollständigen Artikel finden Sie in der Wuppertaler Wochenzeitung talwaerts. Immer freitags für 1,90 Euro überall, wo es Zeitschriften gibt und für 8,90 Euro im Monatsabo: www.talwaerts-zeitung.de

 

Esther Brandt

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