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E wie Essen – E wie Bike

Die Zukunft ist elektrisch – und so dominieren E-Bikes in allen Facetten und Ausführungen die Messe Fahrrad Essen 2018. Noch bis einschließlich Sonntag, 25. Februar, dreht sich auf dem Messegelände Essen alles um Fahrräder, Radsport, Radtouristik und Zubehör. Motto in diesem Jahr: Informieren, ausprobieren, kaufen.

Messe Essen

Im Gegensatz zur Düsseldorfer Radmesse „Cyclingworld“, die „Feines fürs Fahrrad“ in ehemaligen Industriehallen bereit hält, bietet die Fahrrad Essen einen – im positiven Sinne – Gemischtwarenladen rund ums Fahrrad. Eingebettet zwischen gleichzeitig laufender Camping- und Caravanmesse finden die Besucher ein umfangreiches Angebot an Rädern für den Alltag.

Auf drei verschiedenen Parcours innerhalb der Hallen können u. a. E-Bikes, Lastenräder und dreirädrige Fahrzeuge auf Herz und Nieren getestet werden. Wer mag und das nötige Kleingeld dabei hat, kann sein Traum-Fahrrad auch direkt vor Ort bei den Händlern erstehen – eine Gelegenheit, die viele Besucher nutzen. Sie zwängen sich dann mit ihrer Neuerwerbung durch die ohnehin gut gefüllten Gänge.

Mit rund 250 Ausstellern aus elf Nationen versteht sich die Fahrrad Essen als größte Fahrradmesse in NRW. Auffallend ist der große Anteil an Radtouristik, vor allem aus dem näheren und weiteren Umfeld des Ruhrgebietes. Wer Karten, Pläne und Tourentipps für das Radfahren in NRW sucht, wird hier auf jeden Fall fündig.

Boom auf zwei Rädern

Die Essener Messe beweist: Fahrradfahren boomt. Nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbands (ZIV) wuchs der Umsatz durch Fahrradverkäufe 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Mehr als vier Millionen Fahrräder gingen 2016 über die Ladentheke, davon allein 605.000 E-Bikes. Und der Trend Richtung Elektrifizierung geht weiter. Gut für die Industrie: Bei den E-Bikes gibt es so gut wie keinen Gebrauchtrad-Markt. Die technische Entwicklung (etwa bei den Motoren und den Akkus) schreitet hier so rasch voran, dass Kunden in der Regel direkt ein neues Fahrzeug erwerben.

Derzeit stehen in Deutschlands Kellern und Schuppen rund 73 Millionen Fahrräder aller Art. Der Markt ist damit theoretisch gesättigt. Trotzdem gibt es eine starke Nachfrage nach neuen Fahrrädern. Harmut Ulrich, Leiter des Messe-Partners RadClub Deutschland, hat dafür eine plausible Erklärung: „Fahrradfahren, gerade mit E-Bikes, macht Spaß und lädt zum Entdecken ein. Das Fahrrad als Glücksmaschine – das ist es, was die Menschen fasziniert!“

Fahrrad Essen, bis einschließlich 25. Februar von 10.00 bis 18.00 Uhr in der Messe Essen.

 

Wolfram Lotze

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