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Solingen bewirbt sich als „Fairtrade Town“

Bei einem ersten Treffen der Steuerungsgruppe kommen Vertreter u.a. der Kommune, des Einzelhandels, der Kirchen und der Gastronomie zusammen.

Stadt Solingen

Solingen bewirbt sich als „Fairtrade Town“ und will gemeinsam mit Einzelhandel, Hotels und Gaststätten, Dienstleistern und Produzenten das Programm zur Förderung des öko-fairen Konsums kontinuierlich ausbauen.

Der Kampagne gehören rund 1.100 Kommunen in 24 Ländern an, in Deutschland sind es rund 490. Wuppertal wurde bereits als 25. Fairtrade Town in Reihe der Städte mit Vorbildcharakter aufgenommen, Remscheid als 452. Stadt. Oberbürgermeister Tim Kurzbach lud gestern zur ersten Sitzung einer koordinierenden Steuerungsgruppe ein. Daran nahmen u.a. Vertreter des Einzelhandels, der Kirchen, Schulen und der Zivilgesellschaft teil. Sie alle machen sich für fairen Handel und nachhaltigen Konsum stark und wollen dafür sorgen, dass die Klingenstadt auch schon bald mit dem Fairtrade Towns-Logo werben darf.

Bedingung: Enzelhandel und Gastronomie setzen ebenso auf Fairtrade

Neben einem Ratsbeschluss, der die Unterstützung des fairen Handels unterstützt, sind weitere Kriterien entscheidend für den Erfolg der Bewerbung beim Kölner Verein TransFair e.V.: Eben die Einrichtung einer lokalen Steuerungsgruppe, die die Aktivitäten auf dem Weg zur Fairtrade-Town koordiniert. Die Möglichkeit für die Bürger, vor Ort Fairtrade-Produkte einkaufen zu können, etwa bei Einzelhandelgeschäften und Floristen, Cafés und Restaurants – jeweils mindestens zwei Produkte aus fairem Handel. Zusätzlich soll es entsprechende Produkte auch im Angebot von Schulen, Vereinen und Kirchen geben, ebenso Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel.

Sprecherinnen des Gremiums sind Martina Dembny (ev. Kirche und Eine-Welt-Laden) und Ruth Deus (Handelsverband). Weitere Infos im Internet unter www.fairtrade-towns.de. Bis zum Jahr 2022, so das Ziel, sollen bei der Stadtverwaltung nur noch Produkte aus dem Globalen Süden gekauft werden, die fair gehandelt und ökologisch produziert sind. Der Bedarf an Lebensmitteln soll bis dahin, falls verfügbar, zu 100 Prozent aus der Region gedeckt werden.

 

Liane Rapp

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